Wolfsburg 

Wolfsburg: Brandstifter vor Gericht – Staatsanwalt macht Polizisten klare Ansage: „Ich mag es nicht, wenn so schluffig gearbeitet wird“

Die Beamten in Wolfsburg ernteten harsche Kritik für ihre Ermittlungsarbeit. (Symbolbild)
Die Beamten in Wolfsburg ernteten harsche Kritik für ihre Ermittlungsarbeit. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Jan Huebner

Wolfsburg. Ein Fall von vor zwei Jahren beschäftigt das Gericht in Wolfsburg weiterhin.

Während der Verhandlung kamen nicht nur der angeklagte Brandstifter, sondern auch die ermittelnden Polizisten aus Wolfsburg schlecht weg.

Wolfsburg: Brandstifter vor Gericht

Weil er versucht hat ein Auto in Brand zustecken, steht ein 28-Jähriger aus Wolfsburg vor Gericht. Im November 2019 habe er einen Wagen auf einem Parkplatz mit Mülltüten und Papier bedeckt und wollte es im Anschluss anzünden. Die Tat konnte durch Zeugen verhindert werden, die die Polizei verständigten.

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Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Auto lediglich um ein Wrack handelte. Dennoch entschied das Schöffengericht eine Bewährungsstrafe von drei Monaten für den Wolfsburger. Darüber hinaus soll laut „Braunschweiger Zeitung“ ein Entzug angeordnet worden sein, da der Mann stark alkoholisiert handelte.

Während der Verhandlungen wurde allerdings nicht nur das Verhalten des Angeklagten stark kritisiert. Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe war mit der Arbeit der Polizeibeamten mehr als unzufrieden.

Kritik an der polizeilichen Ermittlung

Es soll mehrere Unstimmigkeiten während der Ermittlungen gegeben haben. So haben die Beamten den Tatort erst am nächsten Tag dokumentiert und innerhalb der Belegschaft gab es unterschiedliche Aussagen zu dem Tathergang.

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„Ich mag es nicht, wenn so schluffig gearbeitet wird“, ließ der Oberstaatsanwalt laut der „Braunschweiger Zeitung“ während den Verhandlungen verlauten. „Wir sind hier nicht im Kindergarten. Das war keine gute Ermittlungsarbeit.“ (neb)