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Wolfsburg: Grusel-Fund in Fallersleben! Diese Entdeckung sorgt für Gänsehaut

Nur durch Zufall hat die Feuerwehr in Wolfsburg-Fallersleben einen gruseligen Fund gemacht, der für Gänsehaut sorgt.

Wolfsburg
© Stadt Wolfsburg

Wolfsburg – das ist die VW-Stadt

Die ganze Welt kennt Wolfsburg - dank VW. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wolfsburg im Jahr 1302. Gegründet wurde die Stadt 1938 als Sitz des Volkswagen-Werks.

Nur durch Zufall kam es in Wolfsburg zu einem gruseligen Fund. Als die Feuerwehr in Fallersleben an der Michaeliskirche einen Weihnachtsbaum aufstellen wollte, sackte plötzlich ein Vorderrad ab.

Dabei verschwand es in der Erde – und war kaum noch zu sehen. Was dann in Wolfsburg zutage kam, sorgt für Gänsehaut.

Wolfsburg: „Es machte auf einmal knack“

Jedes Jahr baut die Feuerwehr einen Weihnachtsbaum vor die Michaeliskirche, wie Ortsbürgermeister André-Georg Schlichting im News38-Gespräch erzählt. In diesem Jahr kam während des Aufbaus allerdings etwas Unerwartetes ans Licht. „Auf dem Weg zur Michaeliskirche mit der Drehleiter der Feuerwehr machte es auf einmal knack und das Vorderrad war weg“, wie Schlichting weiter erzählt.

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Das Rad verschwand in einem 60 Zentimeter tiefen Erdloch. Doch was verbarg sich darunter? Beim Blick ins Loch dann der Schock: „Insgesamt wurden Knochen von drei verschiedenen Personen gefunden“, wie der Bürgermeister weiter erzählt. Denn durch das schwere Gewicht der Drehleiter ist die Deckplatte einer Gruft eingebrochen.

200 Jahre alte Knochen gefunden

Eine Gruft, in der ein Mann begraben lag, der wohl älter als 60 Jahre alt gewesen sein muss und dort weit über 200 Jahre lag. Ein Knochen und ein Schädel hatte der Stadtarchäologe am 18. November sichergestellt. Der Mann ist wohl in einem Sarg bestattet worden, „einen der Griffe konnte man auch noch finden“, so André-Georg Schlichting weiter.

Wolfsburg
Der Einstieg in die Wolfsburger Gruft. Mittlerweile ist sie schon wieder zu. Foto: Stadt Wolfsburg

Doch wieso ist dort, wo jetzt gar kein Friedhof ist, überhaupt eine Gruft? Und: Woher kommen die Überreste der anderen beiden Personen?

„Es ist ziemlich üblich, dass um Kirchen herum Gruften vorhanden sind“, so der Ortsbürgermeister weiter. Bis zum 19. Jahrhunderte gab es um die Michaeliskirche außerdem einen Friedhof. Deshalb könnte es auch sein, dass es dort noch mehr Gruften gibt. „Nächsten Jahr soll es möglicherweise eine Kartierung geben mit einer Erdsondierung, um da zu sehen, ob da noch was drunter ist.“ Die Gruften werden dann nicht aufgemacht, aber man möchte die Standorte wissen, damit sowas nicht nochmal passiert.

Gruft-Fund lässt auf eine Sache schließen

Und die anderen Knochen-Funde? Bei denen handelt es sich wohl um zwei Männer: Der eine sei zum Todes-Zeitpunkt unter 20 Jahre alt gewesen, der andere sogar noch jünger. „Die Knochen sind wahrscheinlich mit zutage gefördert worden, als die Gruft vor über 200 Jahren ausgehoben wurde. Dann wurde sie gebaut und wieder abgedeckt, als die über 60 Jahre alte Person beerdigt wurde. Und dann lagen die Knochen auf der Gruft drauf, so dass sie mit hineingefallen sind, als die Platte gebrochen ist“, erklärt Schlichting.


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Worauf der Gruft-Fund auch noch schließen lässt: Das Grab ist von innen mit Ton-Ziegeln gemauert und mit Kalk ausgepinselt worden. „Das ist schon ein Zeichen dafür, dass es eine Person ist, die hochgestellt war oder zumindest viel Geld gehabt hat.“ Die Knochen-Funde sind ein zweites Mal bestattet worden. Die Gruft hat man mittlerweile auch wieder zugeschüttet und versiegelt.