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Wolfsburg: Silvester-Eskalation! Böller-Regen hagelt auf Polizisten

Die Wolfsburger Polizei erlebte bei ihrem Einsatz in der Silvesternacht eine böse Überraschung. Ein Mann übertrieb seine Silvester-Feier.

Wolfsburg
© imago/Gottfried Czepluch

Feuerwerk und Böller: Was dafür spricht - und was dagegen

Feuerwerke und Böller gehören für viele zur Stimmung an Silvester einfach dazu. Sie bringen aber auch Gefahren mit sich und können unseren Liebsten schaden. In diesem Video klären wir dich auf.

Besonders an Feiertagen hat die Polizei alle Hände voll zu tun. Waghalsige Experimente mit Böllern gehen schief und Leute fangen betrunken Pöbeleien an. Dieses Jahr hat ein Mann aber alle Erwartungen der Wolfsburger Polizisten übertroffen.

Die Wolfsburger Beamten waren eigentlich aus einem ganz anderen Grund zum Einsatzort gerufen worden. Als sie dort ankamen, machte nämlich ein Mann auf eine gefährliche Art lautstark auf sich aufmerksam.

Wolfsburger wirft Böller auf Polizisten

Kurz nach dem Jahreswechsel am 1. Januar wurde die Polizei in Wolfsburg auf den Marktplatz in der Halleschen Straße gerufen. Grund dafür war eine Schlägerei. Als die Beamten eintrafen, bot sich den Beamten aber ein ganz anderes Bild. Der Platz war voll mit Personen, die Silvester-Böller und Raketen zündeten. Zum Jahreswechsel ist das erstmal kein unübliches Bild. Kurz darauf kam es aber zu einem lauten Knall, der den eines herkömmlichen Böllers weit übertraf. Jetzt wurden die Polizisten hellhörig und wollten herausfinden, wer hinter dem vermutlich illegalen Böller steckte, wie die Beamten sagen.

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Ein 22-jähriger Wolfsburger hatte wohl den Böller gezündet. In der Menschenmenge konnten die Beamten ihn nicht so einfach ausfindig machen. Er zog aber mit einem weiteren Böller die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich. Diesmal kam der Silvesterknaller allerdings direkt in die Richtung der Polizisten geflogen. Für einige von ihnen hatte das fatale Folgen.

Für Wolfsburger endet die Silvesternacht auf der Polizeistation

Der Mann warf ihnen direkt zwei Böller vor die Füße. Sie knallten mit einer genauso heftigen Wucht, wie der Böller, den er nur wenige Minuten zuvor zündete. Entsprechend schlimm waren die Folgen für die Beamten. Fünf von ihnen erlitten ein Knalltrauma. Sie waren zum Glück weiter einsatzfähig und machten sich mit ihren Kollegen auf die Suche nach dem Täter.


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Für die Fahndung riefen die Einsatzkräfte Verstärkung und konnten den Verdächtigen so kurze Zeit später in einem angrenzenden Treppenhaus stellen. In seiner Tasche fanden sie weitere Böller und andere Silvesterknaller, die der 22-Jährige wohl in dieser Nacht noch vorhatte zu zünden.

Bei der Kontrolle stelle sich außerdem heraus, dass der Wolfsburger einen Alkoholwert von 0,9 Promille hatte. Statt einer ausgelassenen Silvesternacht stand dem Mann eine Übernachtung in der Zelle bevor. Dazu startet er mit Strafanzeigen wegen tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Straftaten nach dem Sprengstoffgesetz in das neue Jahr.