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VW: Schicht-Absage wegen Ukraine-Krieg – HIER müssen die Bänder noch länger stillstehen

VW: Schicht-Absage wegen Ukraine-Krieg – HIER müssen die Bänder noch länger stillstehen

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Selenskyj fordert sofortige Sanktionen nach russischem Angriff auf Atomkraftwerk

VW: Schicht-Absage wegen Ukraine-Krieg – HIER müssen die Bänder noch länger stillstehen

Selenskyj fordert sofortige Sanktionen nach russischem Angriff auf Atomkraftwerk

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem russischen Angriff auf das Atomkraftwerk Saporischschja härtere Sanktionen gegen Moskau gefordert.

Wolfsburg. 

Wegen des Ukraine-Kriegs fallen bei VW etliche Schichten weg.

Schon in dieser Woche standen in einigen Werke die Bänder ganz oder teilweise still. Und die Hiobsbotschaften bei VW reißen nicht ab. An zwei Standorten soll es in den kommenden beiden Wochen auch noch so bleiben…

VW: HIER bleiben Kurzarbeit und Produktionsstopp vorerst

Wegen des Krieges in der Ukraine ruhten schon in dieser Woche in den VW-Werken Zwickau und Dresden für einige Tage die Fahrzeugfertigung. Der Grund: Nicht alle Materialien können geliefert werden, wie ein Konzernsprecher am Freitag sagte. Demnach fehlen unter anderem Elektrokabel-Sätze, die in der Ukraine hergestellt werden.

In Zwickau sind deshalb von Dienstag bis Freitag und in Dresden von Mittwoch bis Freitag keine Fahrzeuge produziert worden – für mehrere Tausend Mitarbeiter bedeutete das Kurzarbeit. Und die wird an beiden Standorten in Sachsen wohl auch noch bleiben.

Die Kurzarbeit werde nun bis 18. März fortgesetzt, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der dpa. Nicht betroffen ist den Angaben zufolge die Herstellung von Motoren am Standort Chemnitz sowie die Fertigung von Karosserien für Bentley und Lamborghini im Zwickauer Werk. Auch Porsche hat in seinem Werk in Leipzig die Produktion wegen Lieferengpässen ausgesetzt.

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VW-Werke in Deutschland:

  • Braunschweig
  • Chemnitz
  • Dresden
  • Emden
  • Hannover
  • Kassel
  • Osnabrück
  • Salzgitter
  • Wolfsburg
  • Zwickau

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Auch in den Werken in Hannover und beispielsweise Salzgitter soll es so weit kommen. In Emden befinde sich Volkswagen in der „Ausplanung“, wie es laut Spiegel in einem Brief an die Belegschaft steht, den Beschaffungsvorstand Murat Aksel, Personalvorstand Gunnar Kilian und Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo zusammen verfasst haben.

Diese Schichten fallen im Stammwerk von VW aus

Aber auch im Stammwerk in Wolfsburg stehen die Bänder seitFreitag teilweise still: Weil Kabelstränge fehlen, die Steuergeräte im Auto verbinden, kann hier nicht weitergearbeitet werden, wie der „Spiegel“ berichtete.

Betroffen sind die Mitarbeiter der Fertigung 1 im Karosseriebau (Schicht 1, Nachtschicht) und ihre Kollegen in der Fertigung 2 Karosseriebau und Lackiererei (ebenfalls Schicht 1, Nachtschicht).

Ab kommenden Sonntag müssen verschiedene Mitarbeiter der Fertigung 1 und Fertigung 2 mit anteiligen Arbeitsausfällen rechnen. Das wirkt sich sowohl auf die Golf- als auch Tiguanproduktion aus.

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Laut „WAZ“ wird die Lage zwischen dem 14. März und dem 18. März so richtig ernst: Kompletter Produktions-Stopp im gesamten Wolfsburger Werk. Ob danach die Bänder wieder ohne Einschränkungen laufen können, bleibt abzuwarten. „Wir müssen weiter auf Sicht fahren“, teilte VW der Zeitung mit.

VW richtet Taskforce ein

VW-Chef Herbert Diess hatte am vergangenen Freitag erklärt, man habe eine Taskforce eingerichtet, um weitere mögliche Folgen etwa auf die Liefer-Beziehungen abzuschätzen. Diess hatte mit Entsetzen auf den Kriegsbeginn in der Ukraine reagiert.

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Zentral- und Osteuropa sind für den nach Toyota zweitgrößten Autokonzern ein wichtiger Absatzmarkt. 2021 lieferten alle Marken der VW-Gruppe dort fast 660.000 Fahrzeuge aus. Die Kernmarke VW Pkw kam im vergangenen Jahr in der Region auf rund 206.000 verkaufte Neuwagen. (dpa/red)

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