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VW-Tochter mit dicker Übernahme – Konzern will damit wichtigen Schritt gehen

VW mit E-Auto-Offensive - das ist der Plan des Autobauers

Der deutsche Automobilriese Volkswagen setzt immer mehr auf E-Mobilität und treibt seine Pläne für Elektroautos weiter voran. Aktuell baut VW zirka 400.000 E-Autos pro Jahr. Der Autobauer will die Anzahl produzierter vollelektrischer Autos bis 2025 auf 2,7 Millionen pro Jahr erhöhen.

Wolfsburg. 

Ein Auto, das sich komplett autonom und ohne Fahrer auf der Straße bewegen kann – das ist wohl der Traum von vielen Tech-Enthusiasten. Die VW Softwartetochter Cariad möchte große Schritte in genau diese Richtung machen. Deswegen hat sie sich jetzt den nächsten Spezialisten unter den Nagel gerissen.

Zum Jahresende möchte Cariad das Automobilgeschäft des Chemnitzer Unternehmens Intenta übernehmen. Dabei handelt es sich um einen Spezialisten zur Verarbeitung von Sensordaten. Laut der VW-Tochter müssen jetzt nur noch die Kartellbehörden zustimmen.

VW Software-Tochter möchte Sensor-Spezialisten übernehmen

Das teilte Cariad am Freitag mit. Die Analyse und Zusammensetzung riesiger Informationsmengen aus sensorischen Signalen spielt eine zentrale Rolle bei verschiedenen Assistenzsystemen im Auto – bis hin zur Kommunikation mit anderen Fahrzeugen und Verkehrsteilnehmern sowie mit der Infrastruktur auf der Endstufe des autonomen Fahrens. Intenta beschäftigt laut Cariad über 100 Expertinnen und Experten in diesem Bereich.

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Die zehn VW-Marken:

  • Volkswagen
  • Volkswagen Nutzfahrzeuge
  • Skoda
  • Seat
  • Cupra
  • Audi
  • Lamborghini
  • Bentley
  • Ducati
  • Porsche

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VW arbeitet beim Aufbau von Systemen für „Robo-Cars“ bereits mit Partnern wie der US-Firma Argo AI oder dem Zulieferer Bosch zusammen. Von dem Lichttechnik- und Elektronikhersteller Hella übernahmen die Wolfsburger außerdem dessen Geschäft mit Software für Frontkameras.

VW will in Software-Entwicklung unabhängig sein

Ziel ist es, in neuen Modellen der VW-Konzernmarken immer mehr Software und IT-Plattformen aus eigener Programmierung einzusetzen, ohne auf Angebote externer Lieferanten zurückgreifen zu müssen – auch bei anderen Anwendungen wie Infotainment, Auto-Betriebssystemen, Cloud-Software, Sicherheitsfunktionen oder Drahtlos-Updates. Andere Autobauer verfolgen ähnliche Strategien der „In-House“-Entwicklung, was klassische Zulieferer zunehmend unter Druck setzen kann.

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Bis Ende 2026 steckt die VW-Gruppe insgesamt rund 30 Milliarden Euro allein in Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung. Anfang des Jahres hieß es: „Wir können uns nicht mehr nur darauf verlassen, (…) Software von Dritten mühsam in unsere Architektur zu integrieren, ohne in die Lösung hineinschauen zu können.“ Man bleibe allerdings offen für Kooperationen oder Beschaffung von außen. Auch die eigene Belegschaftsstärke von IT-Fachleuten will Cariad ausbauen. (dpa)

VW kämpft noch immer mit Lieferengpässen. Das hat jetzt auch Konsequenzen für die Mitarbeiter. Mehr dazu liest du hier.