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VW hat DAVON genug – „Befinden uns schon lange in einem Kampf“

Der Fachkräftemangel betrifft nun auch den VW-Konzern – deshalb setzt das Unternehmen nun DARAUF.

© IMAGO / Zoonar

VW - das sind die Standorte in Deutschland

VW ist einer der größten Autobauer der Welt. Wir stellen die Standorte in Deutschland vor.

Der Fachkräftemangel in Deutschland nimmt zu. Nicht mehr allein die Tourismusbranche ist von fehlendem Personal betroffen. Auch Wirtschaft und Industrie müssen sich zunehmend um geeignete Bewerber bemühen. Deshalb hat VW nun eine Strategie entwickelt, Nachwuchs für das Unternehmen auszubilden.

Gemeinsam mit vielen weiteren großen Konzernen wie SAP, Microsoft, Gapgemini oder Bayer will VW schon bald von der Umsetzung des neuen Verfahrens profitieren.

VW setzt auf neue IT-Schulen

Um neue Fachkräfte zu gewinnen setzten viele Unternehmen aktuell auf ausländische Bewerber. In vielen Fällen behindert das Einwanderungsrecht in Deutschland allerdings die Einstellung des geeigneten Personals.

VW-Personalvorstand Gunnar Kilian schließe dennoch nicht aus in Zukunft auf Personal aus dem Ausland zurückzugreifen. Diversität sei gewinnbringend und die demografische Entwicklung in Deutschland nicht außer Acht zu lassen. Dass die Bundesregierung derzeit daran arbeitet bürokratische Hürden abzubauen, begrüße er deshalb.

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„Wir befinden uns schon lange in einem Kampf um die klügsten Köpfe und dies wird sich in den kommenden Jahren weiter zuspitzen“, erklärt Kilian gegenüber „Welt“. Deshalb sei es umso wichtiger auch als Unternehmen aktiv zu werden und für geeigneten Nachwuchs zu sorgen – auch in Deutschland.

VW: Staatliche Ausbildung reicht nicht aus

Durch eine neue Schule sollen Talente deshalb frei von staatlicher Regulierung gefördert und weitergebildet werden. Finanziert wird die neue IT-Schule „Ecole 42“ in Berlin-Neukölln von den großen Unternehmen, die anschließend um die Abgänger der Schule werben.



„Dieser Wettbewerb um die klügsten Köpfe macht einen wichtigen Teil unserer Wettbewerbsfähigkeit aus“, erklärt Sabine Bendiek, Personalvorstand bei SAP. „Und er beinhaltet zunehmend digitale Fähigkeiten – was dazu führt, dass nicht-traditionelle Weiterbildungsgänge wie eine Ecole 42 nun ein wichtiges Thema sind.“

Laut Bitkom gebe es in Deutschland 137.000 offene Stellen im Digitalbereich. „Der Fachkräftemangel ist real, so Bendiek weiter. „Gerade wir größere Unternehmen engagieren uns daher sehr in der Aus- und Weiterbildung, um die Lücke zu schließen. Der Staat muss sich aber auch engagieren, in der klassischen Ausbildung müssen digitale Themen stärker gewichtet werden.“