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VW schickt einige Mitarbeiter früher in Weihnachtsurlaub – ein Grund zur Freude ist das aber nicht

VW schickt seine Mitarbeiter früher als geplant in den Weihnachtsurlaub. Der Anlass dafür ist aber alles andere als erfreulich.

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© IMAGO / photothek

Wolfsburg – das ist die VW-Stadt

Die ganze Welt kennt Wolfsburg - dank VW. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wolfsburg im Jahr 1302. Gegründet wurde die Stadt 1938 als Sitz des Volkswagen-Werks.

Auf diesen frühen Urlaub hätten die meisten Mitarbeiter bei VW gern verzichtet! Denn ab Montag (19. Dezember) bis einschließlich Freitag (23. Dezember) wird VW mal wieder Schichten streichen. Betroffen ist wie bereits in den letzten beiden Wochen auch die Fertigung des VW Golf.

Eine VW-Sprecherin bestätigt News38 auf Anfrage: „In der kommenden Woche von Montag bis einschließlich Freitag gilt Kurzarbeit für die Golf-Montagelinie 2 anteilig in der Spätschicht. Beschäftigte der Spätschicht der Golf-Montagelinie 3 unterstützen aber in der Tiguan-, Touran- und Tarraco-Fertigung, die normal produziert.“

VW schickt Mitarbeiter früher in Urlaub – richtig freuen kann sich darüber niemand

So richtig tröstlich ist diese Aussage dann aber auch nicht vor dem Fest der Liebe. Grund für die Schichtstreichungen seien laut VW-Sprecherin die „Halbleiterversorgung bei mehreren Komponenten.“ Noch immer fehlen also insbesondere Chip-Komponenten, und das wohl nicht nur bei VW, sondern auch bei anderen Autobauern. Auch der Karosseriebau, die Lackiererei und angrenzende Bereiche sind von der Kurzarbeit betroffen.

Schon das ganze Jahr 2022 müssen sich Mitarbeiter auch im Wolfsburger Stammwerk phasenweise mit Kurzarbeit anfreunden. Im Frühjahr wurden dauerhaft Nachtschichten gestrichen, in den Folgemonaten kam dann immer wieder Kurzarbeit. Die Folge: In diesem Jahr werden in der noch immer größten Autofabrik der Welt wohl weniger als 400.000 Autos produziert. Das wäre das schlechteste Ergebnis der VW-Geschichte.

Kurzarbeit und Schichtstreichungen auch 2023 wahrscheinlich

Und ob es 2023 viel besser wird, ist fraglich. Denn der Chip-Mangel bleibt ein grundsätzliches Problem der ganzen Branche. Gegenüber News38.de sagte deshalb die Sprecherin: „Volkswagen wird aufgrund der dynamischen Situation an den Märkten weiterhin auf Sicht fahren und flexibel auf mögliche Anpassungen in der Produktion reagieren.“


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Heißt also im Klartext: Mitarbeiter sollten sich auch im neuen Jahr auf Kurzarbeit und Schichtstreichungen einstellen. VW setzt zunehmend auf Elektro- und margenstarke Modelle. Auswirkungen auf dem Chip-Markt sind also besonders im Stammwerk in Wolfsburg zu spüren.