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VW in der Hochwasser-Mangel – dieser kleine Zulieferer stoppt die Konzern-Bänder

Die Slowenien-Flut macht einigen Autobauern zu schaffen. Aber einmal mehr bekommt vor allem VW die Folgen zu spüren.

© IMAGO/ZUMA Wire

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VW geht nicht so einfach K.o. – was der VW-Konzern in den vergangenen Jahren allerdings wegstecken musste, gleicht einem Boxer im Ring.

Und soeben hat die Natur eine neue Runde eingeleitet.

VW und die Slowenien-Flut

Rückblick: Monatelang hatte ein pandemiebedingter Teile-Mangel Volkswagen das Leben schwer gemacht. Dann gab es Entwarnung, endlich liefen die Lieferketten wieder wie geschmiert! Anfang August dann das nächste Drama: Slowenien wird von einem Hochwasser heimgesucht. Sechs Menschen verlieren ihr Leben, Hunderte ihr Zuhause.

Die Slowenien-Flut trifft aber auch einen kleinen VW-Zulieferer – mit großen Folgen. Laut dem Fachblatt „Automobilwoche“ hat das Hochwasser den für Volkswagen so wichtigen Zulieferer KLS Ljubno getroffen. Die 250-Mann-Firma sitzt nordöstlich der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Die Flut hat die Produktionsanlagen schwer beschädigt. Seitdem stehen die Bänder hier still.

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KLS Ljubno hat mehrere Kunden, produziert aber vor allem für VW. Unter anderem Zahnkränze für Zweimassenschwungräder und Anlasser. Und genau die fehlen in den VW-Werken jetzt. Daher musste der Konzern die Reißleine ziehen und in mehreren Werken die Produktion herunterfahren. Auch im Stammwerk Wolfsburg. (Mehr dazu hier!)

VW schickt eigene Leute

Laut „Automobilwoche“ ist weiterhin offen, wann KLS Ljubno seine Bänder wieder anfahren kann. In slowenischen Medien spricht der Firmenchef von einem Wiederbeginn der Fertigung „ab Oktober“. Bei VW ist man offenbar pessimistischer. Konzern-Beschaffungsvorstand Dirk Große-Loheide hatte am Rande der IAA gesagt, dass die Probleme wohl erst zum Jahresende ausgestanden sind. Am „hervorragenden“ Sublieferanten wolle VW aber festhalten.


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Auch deswegen hat der Volkswagen Konzern eigene Mitarbeiter aus Salzgitter und Hannover nach Slowenien geschickt, um den Kollegen beim Wiederaufbau zu helfen. Gleichzeitig werden Ersatzkapazitäten aufgebaut. VW will die Lage jede Woche neu bewerten.