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VW-Bericht: Sparkurs trifft angeblich DIESE Mitarbeiter – „Aus den Fugen geraten“

Der Sparkurs bei VW trifft offenbar auch die höchstbezahlten Tarifmitarbeiter des Konzerns. Es geht um Tausende Euro.

Der Sparkurs bei VW trifft offenbar auch die höchstbezahlten Tarifmitarbeiter des Konzerns.
Der Sparkurs bei VW trifft offenbar auch die höchstbezahlten Tarifmitarbeiter des Konzerns. (Symbolbild) Foto: imago images/photothek

VW muss sparen – genau wie andere Autobauer auch. Zuletzt war bekannt geworden, dass VW deswegen unter anderem einen Einstellungs-Stopp verhängt hat.

Einem Bericht zufolge trifft der Sparkurs bei Volkswagen auch die obere Etage.

VW spart wohl auch bei Topverdienern

Das „Handelsblatt“ beruft sich auf drei Insider und berichtet, dass VW auch bei den höchstbezahlten Tarifmitarbeitern des Konzerns spart. Demnach geht’s konkret um Spezialisten und Führungskräfte des sogenannten „Tarif Plus“ – das ist die höchste Tarifgruppe bei VW.

Volkswagen wolle auch in diesem Bereich Neuzugänge für eine gewisse Zeit aussetzen und damit Kosten eindämmen. „Das ist aus den Fugen geraten“, sagte ein Management-Vertreter dem „Handelsblatt“. VW selbst wollte die Informationen demnach bisher nicht kommentieren.

Den Tarif Plus kassieren diejenigen VW-Mitarbeiter, die zwischen den klassischen Tarifangestellten und dem Management liegen. Hierbei geht’s um Brutto-Verdienste zwischen rund 8.250 und 9.190 Euro im Monat. Inklusive der Bonuszahlungen bei VW kommen so schnell Jahres-Gehälter von bis zu 150.000 Euro zusammen. Das ist eine Summe, die bei vielen anderen Unternehmen im außertariflichen Bereich liegen. „Wir bezahlen deutlich zu viel“, sagte ein VW-Insider, der die angeblichen Sparpläne kennt.


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Hintergrund ist auch hier das geplante Effizienz-Programm, über das die Kernmarke Volkswagen seit Anfang Oktober mit dem Betriebsrat verhandelt. Die Marke hat mit hohen Kosten und Produktions-Ausfällen zu kämpfen. In den ersten neun Monaten 2023 sank die operative Umsatzrendite auf 3,4 Prozent. Damit blieben von 100 Euro Umsatz nur rund 3,40 Euro Betriebsgewinn im Tagesgeschäft übrig. Das im Sommer angekündigte „Performance Programm“ soll die Kosten bis 2026 um zehn Milliarden Euro senken und die Rendite auf 6,5 Prozent erhöhen. (mit dpa)