Braunschweig 

Silvester in Braunschweig: Schlossplatz im Fokus - Böllern bleibt erlaubt

Feuerwerk über der Innenstadt von Braunschweig, aufgenommen vom  BraWo-Turm.
Feuerwerk über der Innenstadt von Braunschweig, aufgenommen vom BraWo-Turm.
Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Braunschweig. So etwas darf nie mehr passieren – da sind sich Stadt und Polizei Braunschweig einig. Es geht um die blutigen Vorfälle in der vergangenen Silvesternacht auf dem Schlossplatz. Dort waren zwei Menschen von Feuerwerkskörpern im Gesicht getroffen worden – ein Mann ist seitdem auf einem Auge blind, eine Frau kann auf einem Auge fast nichts mehr sehen.

Stadt und Polizei Braunschweig appellieren

Stadt und Polizei rücken den Bohlweg und den Schlossplatz daher umso mehr in den Fokus. Wenn nötig, würden Platzverweise ausgesprochen oder Raketen und Böller sichergestellt, heißt es am Donnerstag in einer Mitteilung von Stadt und Polizei.

Keine Böller auf dem Schlossplatz?

Bestimmte Plätze wie etwa den Schlossplatz in der Neujahrsnacht zu sperren sei aber nicht das Ziel, zumal das auch rechtlich schwierig sei. "Da würde dann die Allgemeinheit bestraft für das Fehlverhalten einiger weniger", sagte Polizei-Inspektionsleiter Axel Werner. Außerdem gebe es dann Verlagerungseffekte und das Problem bleibe bestehen, so Werner: "Das kann und sollte nicht die Lösung sein."

Zusammen mit Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) appelliert er an die Vernunft der Braunschweiger. Jeder solle darauf achten, Feuerwerk rücksichtsvoll abzubrennen. Niemand dürfe verletzt werden. Für die Sicherheit seien alle verantwortlich.

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"Wer Raketen in Richtung anderer Personen schießt oder anderen Böller zuwirft, gefährdet vorsätzlich deren Gesundheit und die Sicherheit an diesem Abend insgesamt", heißt es. Braunschweig solle das Jahr diesmal unbeschwert begrüßen können.

Silvester 2017/2018 in Braunschweig:

Beim vergangenen Jahreswechsel hatte es teils chaotische Szenen auf dem Schlossplatz gegeben. Heute hat die Polizei eine Phantomskizze veröffentlicht, die nach einer Zeugenaussage denjenigen zeigen soll, der für eine schwere Augenverletzung verantwortlich sein soll. (ck)