Braunschweig 

Braunschweig macht Klinikum-Standort dicht: Hier sollen Patienten dann behandelt werden

Die klinischen Leistungen erbringt das Klinikum aktuell verteilt drei Standorten: Holwedestraße, Celler Straße und Salzdahlumer Straße – in Zukunft wird sich dort vieles ändern. Ein Standort wird geschlossen. (Symbolbild)
Die klinischen Leistungen erbringt das Klinikum aktuell verteilt drei Standorten: Holwedestraße, Celler Straße und Salzdahlumer Straße – in Zukunft wird sich dort vieles ändern. Ein Standort wird geschlossen. (Symbolbild)
Foto: dpa

Braunschweig. Das Städtische Klinikum Braunschweig schließt einen seiner Standorte. Das gab die Stadt am Dienstag bekannt.

Die klinischen Leistungen erbringt das Klinikum aktuell verteilt auf rund 1.500 Betten an drei Standorten im Stadtgebiet von Braunschweig: Holwedestraße, Celler Straße und Salzdahlumer Straße – in Zukunft wird sich dort vieles ändern.

Klinikum Braunschweig schließt Standort für neues Konzept

„Durch die Zusammenfassung von drei auf zwei Standorte und einer modernen Zentralklinik am größten Standort Salzdahlumer Straße verspricht sich Klinikums-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert nach eigener Aussage viele Vorteile für die Versorgung von Patienten – etwa durch schnellere Abläufe, kürzere Wege und folglich weniger Transportkosten.

Im Rahmen des Zwei-Standorte-Konzepts sollen zugleich die teils veraltete Infrastruktur und die Gebäudesubstanz des Klinikums auf modernen technischen und baulichen Standard gebracht.

Bis 2027 soll das Großprojekt umgesetzt sein. Der Standort Holwedestraße wird hingegen voraussichtlich im Jahr 2021 geschlossen.

Die Baumaßnahmen zum Zwei-Standorte-Konzept haben bereits vor 13 Jahren begonnen. Das sind die Pläne:

Neubau Ost – erster Umzug von Kliniken aus der Holwedestraße an den Standort Salzdahlumer Straße

Der "Neubau Ost" wird laut Klinikum voraussichtlich Mitte 2023 seinen Betrieb aufnehmen. Dort werde aus dem Standort Holwedestraße folgende Kliniken nach und nach in den Neubau überführt:

  • Hals-, Nasen- und Ohrenklink,
  • Klinik für Orthopädie
  • Unfallchirurgie
  • Abteilung für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie.

Konkret sollen vor allem folgende Bereiche im Neubau Ost angesiedelt werden;

  • Ambulanzbereiche,
  • klinische Zentren, wie das Rekonstruktionszentrum (Unfallchirurgie und Orthopädie sowie Plastische, Ästhetische und Handchirurgie)
  • Kopfzentrum (Augenheilkunde und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde),
  • Nephrologisches Shuntzentrum mit Rheumatologie und Akutdialyse, Anästhesiologie,
  • ein Teil der Radiologie,
  • Physiotherapie,
  • Allgemeinpflege mit ca. 350 Betten
  • Intensivmedizin mit ca. 80 Betten

Neubau Süd – Neuer Haupteingang und Auflösung des Standortes Holwedestraße mit Umzug der Kinderklinik

Der bestehende südliche Gebäudekomplex soll zurückgebaut und durch den „Neubau Süd“ ersetzt werden. Durch die Inbetriebnahme dieses Gebäudes voraussichtlich Mitte 2026 sollen dann die letzten klinischen Funktionsstellen des Standortes Holwedestraße in die neue Zentralklinik überführt werden.

Künftig werden in diesem Gebäude folgende Bereiche verortet:

  • Klinische Zentren, wie das Pädiatrische Zentrum (Kinder- und Jugendmedizin, Kinderchirurgie, Sozialpädiatrisches Zentrum),
  • Herz-Lungen-Zentrum (Herz-Thorax-Gefäßchirurgie, Kardiologie und Lungenheilkunde),
  • Kopfzentrum (Neurologie und Neurochirurgie),
  • Nuklearmedizin,
  • Allgemeinpflegestationen mit ca. 234 Betten und Sonderstationen,
  • Allgemeinpflege für Kinder mit ca. 50 Betten
  • Wahlleistungsstation mit ca. 96 Betten.

(aj)