Braunschweig 

Braunschweig: Experte beobachtet Ladensterben und fordert Konsequenzen: „Scheren sich einen Kehricht darum“

Die Innenstadt von Braunschweig ist wie leer gefegt, viele Händler kämpfen während des Corona-Lockdowns um ihr Überleben. (Symbolfoto)
Die Innenstadt von Braunschweig ist wie leer gefegt, viele Händler kämpfen während des Corona-Lockdowns um ihr Überleben. (Symbolfoto)
Foto: picture alliance/dpa

Braunschweig. Die Innenstadt von Braunschweig teilt ein trauriges Schicksal mit anderen Städten in Deutschland: Immer mehr Läden gehen pleite, der Online-Handel macht es den Händlern vor Ort zunehmend schwerer.

Das war schon vor Corona in Braunschweig ein Problem – doch der mit der Krise einhergehende Lockdown hat die Situation in der City noch einmal verschärft. Doch der Vorsitzende des Handelsausschusses der IHK Braunschweig Joachim Wrensch sieht trotzdem Hoffnung – und hat einen Appell an die Politik.

Braunschweig: Experte blickt positiv in die Zukunft – unter einer Bedingung

Wie lange der Corona-Lockdown noch anhält und die Geschäfte in der Innenstadt Braunschweig noch geschlossen bleiben müssen, ist aktuell nicht absehbar.

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Das ist die Stadt Braunschweig:

  • liegt im Südosten von Niedersachsen
  • ist die zweitgrößte Stadt in dem Bundesland nach Hannover
  • hat 19 Stadtbezirke und 249.406 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Oberbürgermeister ist Ulrich Markurth (SPD)

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Dementsprechend pessimistisch mag mancher Händler in die Zukunft schauen, versteht auch Joachim Wrensch. „Es gibt die ersten Leerstände. Und es werde noch weitere folgen. Doch es wird, da bin ich ganz sicher, auch wieder aufwärts gehen!“, sagt der Kaufmann gegenüber der „Braunschweiger Zeitung“.

Bereits nach dem ersten Lockdown im Frühjahr habe man gesehen, dass die Menschen anschließend gerne in die Innenstadt gekommen sind. Es gilt also, die Zeit bis dahin zu überbrücken – und dafür hat Wrensch eine ganz bestimmte Forderung an Vermieter von Ladengeschäften und die Politik.

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Braunschweig: Wrensch fordert gesetzliche Regelungen

So sei es aktuell wichtig, „dass jetzt und künftig gerade die Vermieter zu einem vernünftigen und fairen Miteinander mit ihren Mietern kommen.“

Wrensch höre von vielen Kollegen, „dass man verzweifelt versucht, Mietreduzierungen zu erwirken“, weil keine Einnahmen da sind. Aber viele Mieter würden dabei auf „taube Ohren und Ablehnung“ stoßen, erzählt der Buchhändler der „Braunschweiger Zeitung“.

Deshalb brauche es verbindliche und gesetzliche Regelungen – auch wenn viele Vermieter bereits Entgegenkommen zeigen, würden sich viele große, internationale Fonds „im Zweifelsfall einen Kehricht darum“ scheren, so Wrensch.

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Seine Forderung: „Da ist, man muss es sagen, der Gesetzgeber gefordert. Appelle sind gut, doch wenn sie nicht fruchten, dann muss die nächste Stufe her.“

Mit welchen weiteren Konzepten und Ideen des Vorsitzendes des Handelsausschusses der IHK Braunschweig die City nach dem Corona-Lockdown wiederbeleben will, kannst du im ganzen Artikel der „Braunschweiger Zeitung“ lesen. (kv)