Braunschweig 

Braunschweig: Grünes Dorf mitten in der Stadt? „Bezahlbarer Wohnraum für jeden“

Der „Hagentraum“: In Braunschweig soll in der Innenstadt ein grünes Dorf entstehen!
Der „Hagentraum“: In Braunschweig soll in der Innenstadt ein grünes Dorf entstehen!
Foto: Andrea Renz

Braunschweig. Grünflächen in Braunschweig sind selten, bezahlbare Häuser derzeit noch seltener – doch ein Projekt will sich dem Mangel entgegensetzen!

In Braunschweigs Innenstadt soll etwas ganz Besonderes auf dem Parkplatz der alten Markthalle gebaut werden.

Braunschweig: Das ist der „Hagentraum“

Er soll ein grünes Dach bekommen – eine Grünpalette würde dabei als zweite Etage auf die alte Markthalle gesetzt. Das ganze Projekt trägt den Namen „Hagentraum“. Rund zehn bis 15 Häuser sollen dann zu einem grünen Dorf mutieren – mitten in der Innenstadt!

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Die Architektin Andrea Renz fokussiert nach eigener Aussage dabei vor allem drei Aspekte: Bescheidenheit, Teilen und Nachhaltigkeit. „Die Häuser werden mit nachhaltigen Materialen gebaut“, erklärt sie gegenüber news38.de.

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Der Leitgedanke: Das Grundstück, auf dem die maximal 85 Quadratmeter großen Häuser stehen, sollen sich die Parteien teilen – ebenso stehe die Vision hinter dem Projekt, dass die kleinen Gemeinschaften ihren Strom selbst erzeugen. Kleine Kraftwerke mit einer Brennstoffzelle seien dafür ideal, so die Architektin.

Die Häuser benennt Renz dabei in Anlehnung an phantastische Zauberwelten: So kannst du eventuell bald im Haus „Little Witch“ oder dem „Kleinen Hobbit“ wohnen.

Bezahlbarer Wohnraum in Braunschweig für jeden

„Die Häuser ordne ich zwischen Tiny-Haus und normalem Wohnen ein“, sagt Renz. Wichtig für die Architektin: Die Häuser sollen bezahlbar sein! „Ich möchte mit dem Projekt bezahlbaren Wohnraum für jeden schaffen.“ Wohnungseigentum könne sich derzeit fast niemand mehr leisten. Der Preis für ein Haus im „Hagentraum“ liege dabei zwischen 150.000 und 200.000 Euro – mit 30.000 Euro Zuschuss der KfW-Bank!

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Der „Hagentraum“ ist allerdings nicht das einzige Projekt dieser Art: Nachhaltige Wohnkonzepte sind für die Braunschweiger Architektin zur Priorität geworden. Das Konzept hat sie jetzt auf den Namen „Modest Hausing“, also bescheidenes Wohnen, getauft. Daraus ist für die Braunschweigerin eine Passion geworden. Ihr Appell an die Welt: „Wenn wir auf diesem Planeten überleben wollen, müssen wir begreifen, dass wir bescheidener werden müssen!“

Derzeit liegt das Projekt zur Prüfung im Braunschweiger Rathaus : Andrea Renz hofft natürlich auf eine positive Rückmeldung... (jko)