Braunschweig 

Braunschweig: Diese Änderung in der Stadt wird kontrovers diskutiert – „übertrieben“

Viele Fahrgäste in Braunschweig können sich mit einer Neuerung im Nahverkehr nicht wirklich anfreunden.
Viele Fahrgäste in Braunschweig können sich mit einer Neuerung im Nahverkehr nicht wirklich anfreunden.
Foto: imago images/Zoonar

Erst vor wenigen Tagen gab es in Braunschweig eine Änderung, die sofort Hunderten Menschen aufgefallen ist. Doch Anklang findet die Neuheit offenbar nicht wirklich.

Täglich hören unzählige Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr in Braunschweig neue Ansagen. Obwohl sich einige von ihnen eher wünschen würden, dass die Stimme, die durch Bus und Bahn hallt, schnellstmöglich wieder verklingt.

Braunschweig: Altbekannte Stimme hallt durch Bus und Bahn

Die Braunschweiger Moderatorin Lena Tiemann, die inzwischen in Berlin lebt, hat für ihre Heimatstadt das Einsprechen der Haltestellen übernommen (Hier mehr dazu). Und das nicht zum ersten Mal.

+++ Braunschweig: Inzidenz in bestimmten Gruppen bei über 2.000 – jetzt fordert der Oberbürgermeister DAS +++

Bereits im Kindheitsalter durfte sie 20 Haltestellen-Ansagen einsprechen. „Jeden Morgen und jeden Nachmittag auf dem Schulweg meine Stimme in den Bussen und Bahnen zu hören, war etwas Besonderes, das meinen Berufswunsch auf jeden Fall geprägt hat“, erklärt sie.

Menschen aus Braunschweig beschweren sich

Zwei Drittel der Busse und Bahnen sind schon mit Lenas Stimme unterwegs. Die Fahrgäste haben das sofort bemerkt. Daran gewöhnen wollen sie sich aber anscheinend nicht.

Eine Frau fragte kürzlich in einer Facebook-Gruppe für Menschen aus Braunschweig, ob „noch jemand die neue Durchsagestimme in den Bussen und Bahnen der BSVG als grenzwertig zur Körperverletzung“ empfinde.

Ansagen in Braunschweig „einfach übertrieben“

Und das tun so einige! „Wir finden sie auch schrecklich“, „viel zu laut und schrill“ und „teils sogar echt nervig“, kommentieren die Leute unter dem Beitrag. Eine Frau merkt an, dass die alten Durchsagen zwar sehr formlos gewesen seien, die neuen Ansagen aber „einfach übertrieben“.

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Das ist die Stadt Braunschweig:

  • liegt im Südosten von Niedersachsen
  • ist die zweitgrößte Stadt in dem Bundesland nach Hannover
  • hat 19 Stadtbezirke und 249.406 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Oberbürgermeister ist Thorsten Kornblum (SPD)

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Und sie setzt noch einen obendrauf: „Teilweise echt so aufgesagt, dass ich innerlich brodel.“ Ein Mann schlägt vor, dass jeder eine Anfrage bei den Verkehrsbetrieben machen solle, damit das Ganze wieder geändert wird.

Braunschweig: Hauptsache heil ans Ziel

Die Diskussion weckt in dem ein oder anderen Einwohner wohl auch Neugierde. Einige berichten, sie seien ewig nicht mehr mit öffentlichem Verkehrsmittel gefahren, seien jetzt aber gespannt auf die neuen Ansagen.

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Andere Braunschweiger hingegen können die Aufregung nicht nachvollziehen. „Dieses unzufriedene Gemaule über alles und jeden nervt“, findet eine Frau. „Ihr habt echt nichts Besseres zu tun“, schließt sich ein Mann an.

Eine andere Frau betont, sie wolle ohnehin bloß befördert und nicht unterhalten werden. Heil ans Ziel zu kommen. Das ist doch schlussendlich das Wichtigste. In dem Punkt werden sich die Braunschweiger wohl einig sein. (lh)

Braunschweig: Geplanter Tourismus-Magnet droht zu kippen

Und auch das bewegt die Menschen in Braunschweig. Ein geplantes Projekt in der Stadt steht plötzlich auf der Kippe. Es sollte den Tourismus in der Stadt beleben. (Hier erfährst du, was passiert ist)