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Braunschweig: Für 365 Euro durch Deutschland düsen – dafür macht sich die Löwenstadt jetzt stark

Die traditionsreiche Geschichte von Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig gehört zu einem der traditionsreichsten Sportvereinen Deutschlands. Gegründet wurde der Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht e.V. am 15. Dezember 1895 in einer Wohnung in der Leonhardstraße.

Braunschweig. 

Wie geht es nach Ablauf des 9-Euro-Tickets weiter? In Braunschweig wird diesbezüglich eine Idee diskutiert.

Die hohe Nachfrage nach dem 9-Euro-Ticket hat bereits aufgezeigt, dass Menschen durchaus bereit sind, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Doch auf Dauer lässt sich der ÖPNV mit diesem Angebot nicht ausreichend finanzieren – eine andere Lösung muss her. In Braunschweig denken die Verwaltungschefs der Stadt und einige andere daher an ein alternatives Ticketmodell.

Braunschweig: OB Kornblum spricht sich für 365-Euro-Ticket aus

Würde das 9-Euro-Ticket zur Dauerlösung werden, würde jeder Ticketinhaber für grenzenlose Bus- und Regionalbahn-Nutzung im Jahr nur 108 Euro zahlen. In Braunschweig diskutiert man daher über ein 365-Euro-Ticket – die Verkehrsunternehmen kassieren mehr als dreimal soviel Geld wie beim 9-Euro-Ticket, der Verbraucher zahlt am Ende aber nur einen Euro pro Tag für die ÖPNV-Nutzung.

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Braunschweigs Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD) schrieb daher auf Facebook: „Wir wollen die Menschen im ÖPNV halten! Deshalb fordern der Präsident der Region Hannover, Steffen Krach, mein Oberbürgermeister-Kollege Ulf Kämpfer aus Kiel und ich gemeinsam ein bundesweites 365-Euro-Ticket als Nachfolger des bisherigen Rabatts.“

Braunschweig: SPD-Fraktion diskutiert über Finanzierung

Auch der Vorsitzende der SPD-Braunschweig, Dr. Christos Pantazis, unterstützt den Vorschlag – und spricht sich zudem dafür aus, dass der Bund ein derartiges Nachfolgeprojekt für das 9-Euro-Ticket übernehmen solle. Dabei gibt er jedoch zu bedenken: „Ob und in welcher Höhe eine Finanzierung jedoch in der bestehenden Ampel-Koalition umsetzbar ist, wird sich noch zeigen.“

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Weitere Nachrichten aus Braunschweig:

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Die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Großraum Braunschweig, Julia Retzlaff, macht sich ebenfalls Gedanken um eine Finanzierung des Projektes. „Die bisherigen Finanzsäulen aus Ticketverkäufen, kommunalen Mitteln und Regionalisierungsmitteln des Bundes reichen für die Finanzierung eines Nachfolgemodells für das 9-Euro-Ticket nicht aus“, erklärt sie und fordert gesicherte Zuschüsse von Bund und Ländern. „Unabhängig vom Wohnort und vom Geldbeutel mit Bus und Bahn mobil sein zu können, bedeutet am gesellschaftlichen Leben Teil haben zu können.“

Braunschweig: Notfalls ein 365-Euro-Ticket nur für Niedersachsen?

Im Notfall würde sich die Braunschweiger SPD auch mit einem Kompromiss zufriedengeben: „Ist zunächst ein bundesweites Ticket nicht möglich, wäre auch ein landesweites 365-Euro-Ticket ein erster guter Schritt.“ (at)