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Zoo Braunschweig: Energiekosten explodieren – müssen die Tiere darunter leiden?

zoo braunschweig kamele
So geht's natürlich auch: Zwei Kamele im Arche Noah Zoo Braunschweig wärmen sich gegenseitig. (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Günter Wingerning

Alles wird teurer – das bekommt natürlich auch der Zoo Braunschweig zu spüren.

Müssen die Tiere im Zoo Braunschweig wegen der hohen Energie-Preise leiden? Und, musst du bald mehr Eintritt zahlen? News38 hat mal beim Zoo Braunschweig nachgehakt.

Zoo Braunschweig: „Alles ist teurer geworden“

Tatsächlich seien alle Bereiche von den gestiegenen Energie-Preisen und der Inflation betroffen, sagt Zoo-Sprecher Peter Wilhelm. Das fange an bei den Futter-Preisen (Fleisch, Obst, Gemüse), gehe über die teurer gewordenen Lebensmittel für den Gastro-Bereich bis hin zu alltäglichen Gegenständen – vom Besen über die Schaufel bis hin zu Servietten. „). Alles ist teurer geworden. Und natürlich die gestiegenen Strompreise“, so Wilhelm.

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So geht’s natürlich auch: Zwei Kamele im Arche Noah Zoo Braunschweig wärmen sich gegenseitig. (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Günter Wingerning

Das Wichtigste: „Unsere Tiere müssen darunter nicht leiden! Wir haben finanzielle Rücklagen gebildet“, sagt Wilhelm. In den beheizten Tierhäusern des „Arche Noah“-Zoos könne man die Temperaturen nicht drosseln, weil dort tropische und subtropische Tiere leben, die immer eine gewisse Mindesttemperatur bräuchten.

Zoo Braunschweig: Noch mehr sparen ist schwierig

Wo es bisher möglich war, habe man schon LED-Lampen eingebaut. Künftig will der Zoo Braunschweig aber noch effizientere Heizkörper verbauen, kündigt Wilhelm an.

In den Tierhäusern, in denen wir heizen, lässt sich nicht sparen mit runtergeregelter Temperatur, da dort tropische und subtropische Tiere leben, die immer eine gewisse Mindesttemperatur benötigen. LED-Beleuchtung, wo es möglich war, ist schon angebaut. Wir wollen noch teilweise effizientere Heizkörper verbauen. Kurzfristige Einsparmaßnahmen seien im Zoo nur im geringen Umfang möglich, zum Beispiel könne man den Springbrunnen und die Wasserspiele im Besucherbereich abschalten.

Zoo Braunschweig Affen Kattas
Auch die Kattas im Braunschweiger Zoo wollen nicht frieren. (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Holger Hollemann

Im vergangenen Jahr habe der Zoo eine hocheffiziente Pelletheizung eingerichtet und im Frühjahr jede Menge Pellets eingelagert – „so kommen wir ohne Probleme durch den Winter“, sagt Wilhelm. Er verweist auch auf die eigene Solar-Anlage, das Blockheizkraftwerk sowie die Photovoltaik-Anlagen des Zoos. Damit heize man die Warmhäuser und halte das Warmwasser warm.


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Zoo Braunschweig erwägt höhere Eintrittspreise

Während die Tiere im Zoo Braunschweig also nichts von der Energie- und Preis-Krise mitbekommen, bekommen vielleicht die Besucher bald etwas davon zu spüren. „Wir behalten uns vor eventuell auch unsere Eintrittspreise zu erhöhen, um als privatbetriebener Zoo weiterhin kostendeckend arbeiten zu können“, sagt Wilhelm zu News38.

Der Zoo Braunschweig finanziere sich zu 100 Prozent durch Eintrittsgelder und Einnahmen aus der Gastro. Bisher zahlen Erwachsene 9 Euro Eintritt, Schüler und Studenten 8 Euro, Kinder bis 16 Jahre 6 Euro und Hunde 2,50 Euro.