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Gifhorn: Nach Belieben heizen? Einige Bewohner können das ab Herbst nicht mehr

Gas und Strom: Mit diesen 5 Tricks sparst du viele Energiekosten

Die Energiepreise steigen und steigen. Mit diesen Tipps bekommst du deine Ausgaben in den Griff.

Gifhorn. 

In Anbetracht der Hitze und der hohen Energiekosten kreisen die Gedanken im Moment wahrscheinlich weniger um das Anstellen der Heizung. Doch spätestens ab November sinken die Temperaturen wieder und es wird kälter – Herbst und Winter kommen.

Doch wer in Gifhorn jetzt nach Belieben heizen möchte, steht vor einem Problem. Denn genau das ist im Herbst dieses Jahres für ziemlich viele Bewohner nicht mehr möglich.

Was dahinter steckt und wer in Gifhorn betroffen ist, erfährst du hier.

Gifhorn: Heizen nur noch mit gedrosselter Temperatur

Wer es gerne so richtig muckelig warm hat und die Heizung am liebsten noch höher als auf Stufe fünf drehen würde, hat in einigen Wohnungen der Wohnungsbau-Genossenschaft eG schlechte Karten. Denn in genau 1.750 Wohnungen werden ab Herbst 2022 die Temperaturen der Heizung gedrosselt, wie die Genossenschaft auf Nachfrage von News38 bestätigt.

Doch was bedeutet das konkret?

Während der Heizperiode, also wenn die Temperaturen unter 22 Grad fallen, kannst du Wohn- und Schlafzimmer zwischen 6 Uhr und 23 Uhr nur noch auf bis zu 22 Grad heizen. Dazu gehören auch Bad und Toilette. In allen anderen Zimmern können in dieser Zeit bis zu zwanzig Grad erreicht werden. Nachts – also von 23 Uhr bis 6 Uhr – ist die Heiztemperatur dann auf maximal 18 Grad gedrosselt.

Energiekosten sollen für Mieter in Gifhorn gespart werden

Die Antwort auf die Frage, wieso die Genossenschaft die Heizung drosselt, liegt in der derzeitigen Situation nahe: „Unser Ziel ist es, für die Mieterinnen und Mieter Energiekosten zu sparen“, wie die Genossenschaft erklärte.

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Wie viel Energiekosten tatsächlich gespart werden, kann die Wohnungsbau jetzt noch nicht genau beziffern. Doch die Erwartungen sind hoch: „Laut Experten entspricht ein Grad weniger, einer Energieeinsparung von sechs Prozent. Wir benötigen im Jahr rund 15 Gigawattstunden Gas. Bei nur einem Grad weniger über den gesamten Bestand sind das bei sechs Prozent Energieeinsparung rund 900.000 Gigawattstunden“, rechnete die Genossenschaft vor.

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Und die Mieter, wie finden die, die Aktion? „Unsere Nutzungsberechtigten reagieren auf diese Maßnahme mit Verständnis und Zustimmung. Zum Teil gibt es sogar weitergehende Vorschläge und Impulse.“ Kalt duschen müsse jedenfalls kein Mieter – so viel stehe fest. (jko)