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Kreis Gifhorn: Toter soll jahrzehntelang auf einem Feld liegen – „Werden vermissten Mann nach Hause bringen“

Im Kreis Gifhorn wird nach mehreren Jahrzehnten immer noch ein Toter gesucht. Mehrere Studenten arbeiten daran, ihn zu finden.

Kreis Gifhorn
© picture alliance/dpa | Heiko Rebsch

Niedersachsen:

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Auf einem Feld im Kreis Gifhorn soll seit mehreren Jahrzehnten ein toter Mann liegen.

Archäologen aus Amerika haben sich deshalb auf den Weg in den Kreis Gifhorn gemacht. Sie wollen den Toten finden. Es ist nicht der erste Versuch.

Kreis Gifhorn: Suche nach US-Pilot geht weiter

Wie die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“ (WAZ) schreibt, sind einige amerikanische Archäologie-Studenten aus Kalifornien wieder auf der Suche nach dem Toten, der auf einem Feld bei Bokelberge liegen soll. Es soll sich um einen Piloten aus dem Zweiten Weltkrieg handeln, der hier mit seinem Flieger abstürzte. Der tote US-Pilot wird nicht zum ersten Mal gesucht.

Bereits 1948 suchten die Amerikaner nach ihrem Soldaten. Jedoch ohne Erfolg. Das Militär barg damals die Wrackteile, konnte den Kameraden allerdings nicht finden. Berichten zufolge wurde das Flugzeug 1944 bei einem Angriff auf Braunschweig getroffen. Der mit Munition beladene Bomber stürzte ab, trotzdem überlebten alle Insassen. Sie sprangen vorher mit dem Fallschirm ab. Nur der Pilot blieb verschollen, vermutlich starb er durch die Explosion in der Maschine.

Studenten finden Munition

Rainer Villwock arbeitet beim Kampfmittelräumdienst Tauber. Der WAZ erzählte er, dass sie schon erste Munitionsteile gefunden hätten. Die Teile, die die Studenten finden konnten, seien nicht größer als eine Zwei-Euro-Münze, führt er weiter aus.


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Auch wenn die Studenten wieder zurück in ihre Heimat reisen, wird die Suche weitergehen. Da, laut Villwock, „die bisherigen Grabungsorte […] genau dokumentiert“ seien, könne man in Zukunft an einer etwas versetzten Stelle fortfahren. Trotz der mühsamen und kleinteiligen Arbeit sind die Amerikaner fest entschlossen: „Wir werden den vermissten Mann nach Hause bringen“, versicherte Ausbilder David Rankin bei einem vergangenen Einsatz 2021.