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Kreis Gifhorn: Pilzsammler kehrt nicht von Tour zurück – es beginnt eine stundenlange Suchaktion

Ein Pilzsammler kehrte nicht von seiner Tour im Kreis Gifhorn zurück. Rettungskräfte starteten eine große Suchaktion – mit Happy End!

© Michael Gose, stellvertretender Leiter Pressestelle Kreisfeuerwehr Gifhorn

Notruf! So reagiert man richtig

Bei Notfällen wie Unfall, Schlaganfall oder Herzinfarkt bricht schnell Panik aus. Doch ein paar Tipps helfen, besonnen zu bleiben und richtig zu handeln.

Große Sorge im Kreis Gifhorn!

Ein 95 Jahre alter Pilzsammler ist am Dienstag (10. Oktober) zu einer Tour ins Naturschutzgebiet Vogelmoor in Barwedel (Kreis Gifhorn) aufgebrochen – und nicht wieder zurückgekehrt. Seine Familie meldete ihn als vermisst. Und für die Einsatzkräfte begann eine stundenlange Suchaktion. Zum Glück mit Happy End!

Kreis Gifhorn: Familie von Pilzsammler in Sorge

Als der Mann aus Jembke zur Pilzsuche aufbrach, hatte er mit seiner Familie eine Uhrzeit ausgemacht, zu der er sich melden wollte. Doch als die Telefone still blieben, wuchs die Sorge bei seiner Verwandtschaft. Klar, dass die Angehörigen des Mannes nicht lange zögerten und die Polizei alarmierten.

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Die Beamten konnten auch ziemlich schnell das Auto des Mannes an einem Waldgebiet im Bereich Vogelmoor zwischen Barwedel und Ehra ausfindig machen. Doch von dem 95-Jährigen fehlte jede Spur. Zunächst versuchten die Beamten, den Pilzsammler mittels Hubschrauber zu finden, doch der Erfolg blieb aus. Wie Michael Gose, stellvertretender Leiter der Pressestelle der Kreisfeuerwehr Gifhorn sagt, ist das in dem Gebiet auch ziemlich schwierig. Denn es ist nicht nur schwer zugänglich, sondern habe auch kaum sichtbare Moorlöcher. Das macht es nur um so gefährlicher.

Große Suchaktion im Kreis Gifhorn! Foto: Michael Gose, stellvertretender Leiter Pressestelle Kreisfeuerwehr Gifhorn

Gefährliche Suchaktion im Vogelmoor

Kurz nach 23 Uhr rückten dann die Feuerwehr Barwedel und ein Einsatzleitwagen aus Osloss ebenso wie weitere auf Personensuche spezialisierte Einheiten an, um den 95-Jährigen in dem Waldgebiet zu finden. Insgesamt 60 Einsatzkräfte waren vor Ort, um auf die Suche zu gehen.

Dabei setzten sie auf drei Taktiken:

  • eine Menschenkette aus Polizei, Feuerwehr und DRK
  • fünf Suchhunde von Polizei und der Arbeitsgemeinschaft Rettungshunde aus Braunschweig und Peine
  • zwei Drohnen des Malteser Hilfsdienstes Braunschweig und der Kreisfeuerwehr Gifhorn

Nach gut einer Stunde dann der erste Hoffnungsschimmer: Eine Wärmesignatur nah an einem Wasserloch im Morast. Doch vor Ort fanden die Einsatzkräfte nur einen größeren Vogel, der auf dem Boden saß. Also ging die Suche weiter – und das nicht ohne Risiko! „Wie gefährlich das Suchgebiet teilweise ist, wurde allen Einsatzkräften spätestens bewusst, als ein Kamerad trotz enger Suchkette plötzlich selbst hüfthoch im Morast versank“, berichtet Michael Gose. Doch glücklicherweise konnte ihm schnell geholfen werden.

Feuerwehr mit dringendem Appell

Kurz vor 2 Uhr nachts folgte dann ein weiterer Hoffnungsschimmer bei der großangelegten Suchaktion: Eine weitere Wärmesignatur in einem bislang noch nicht abgesuchten Gebiet. Und tatsächlich sollten die Einsatzkräfte Glück haben! Denn sie konnten den 95-Jährigen dort finden. Er war leicht unterkühlt, aber ansprechbar. Notfallsanitäter untersuchten den Mann, der sich am Knie verletzt hatte, vor Ort, bevor sie ihn mit einer Schaufeltrage aus dem Gebiet transportierten. Schlussendlich wurde der 95-Jährige ins Krankenhaus gebracht.


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Die Feuerwehr betont, wie wichtig es ist, für den Notfall immer ein Handy mit auf solche Touren zu nehmen. Außerdem sei es wichtig, mit jemandem eine Uhrzeit für ein Lebenszeichen auszumachen, sollte man alleine in die Natur aufbrechen.