Harz 

Harz: Geschafft! Brocken ist wieder frei – „Das war schon echt stürmisch“

Harz: Um 4 Uhr startete die Räum-Aktion hoch zum Brocken...
Harz: Um 4 Uhr startete die Räum-Aktion hoch zum Brocken...
Foto: Matthias Strauß

Harz. Seit Tagen fällt im Harz unaufhörlich Schnee. Am ersten Januar-Wochenende strömten deswegen zahlreiche Besucher in das Gebirge.

Trotz dringender Warnung, den Harz zu meiden, pilgerten Menschen in das Gebirge. Teils entstand Verkehrschaos. Inzwischen sind weniger Leute im Oberharz unterwegs. Dafür sorgt das Wetter für viel Arbeit.

Wir halten dich in unserem Newsblog über die Situation im Harz auf dem Laufenden!

Dienstag, 20. Januar

12.54 Uhr: Brockenstraße ist wieder frei

Die Räumdienste haben es geschafft! Die gestern gesperrte Brockenstraße ist wieder befahrbar. Am Morgen konnten die Arbeiter bis zum Harzgipfel vordringen – obwohl der Wind noch immer mit Orkanböen über das Brockenplateau fegt.

„Das war schon echt stürmisch. Aufgrund der Sichtverhältnisse und der meterhohen Schneeverwehungen hatten wir gestern gemeinsam mit dem Landkreis beschlossen, die Brockenstraße zu sperren. Man hat einfach nichts mehr gesehen. Es war zu gefährlich", so Räumdienstleiter Chris Degenhardt.

Der neue Versuch startete um 4 Uhr in der Früh. Mit Erfolg! „Mit Windgeschwindigkeiten um die 100 km/h ist es zwar immer noch sehr windig, aber wir haben die Brockenstraße frei bekommen. Wir fahren noch mindestens vier Mal, damit die Zufahrt auch offen bleibt."

Der Brockenbahnhof, die Schienen, Bahnsteige und die angrenzenden Gebäude versinken derweil immer weiter im meterhohen Schnee. Teilweise sind sie unter der weißen Pracht regelrecht begraben. Genauso wie die zahlreichen Wanderwege zum Harzgipfel.

Diese bleiben auch weiterhin gesperrt, denn die Gefahr von Schneebruch und umstürzenden Bäumen ist einfach zu groß. Für Wanderer gilt deshalb nach wie vor: „Brockenstraße benutzen." Chris und sein Team halten sie - so gut es geht - frei!

Montag, 19. Januar

15.35 Uhr: Brockenstraße dicht!

Ein Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten über 110 km/h hat den Brocken im Harz abgeschnitten. Meterhohe Verwehungen haben heute zur Sperrung der Brockenstraße geführt.

Die Schranke an der einzigen Zufahrt aus Richtung Schierke bleibt vorerst unten. Auch die Wanderwege hinauf auf den Harzgipfel sind gesperrt. Unter der enormen Schneelast fallen immer wieder Bäume um. Es besteht Lebensgefahr!

12.33 Uhr: Wetter-Experten mit dringender Warnung!

Ausflüge auf dem Brocken und in den Harz sind zu Corona-Zeiten generell keine gute Idee. Jetzt warnt aber auch der Deutsche Wetterdienst noch vor orkanartigen Böen auf dem Brocken. Denn die können für Besucher verdammt gefährlich sein!

Wegen einer herannahenden Warmfront kommt es auf dem Brocken zu Windegeschwindigkeiten bis zu 115 Kilometern pro Stunde. Außerdem musst du damit rechnen, dass der Schnee zu schmelzen beginnt, weil die Warmfront natürlich auch wärmere Temperaturen mit sich bringt. Auch in den kommenden Tagen soll es der Vorhersage nach warm bleiben. Am Donnerstag sind laut Wetterdienst Temperaturen von bis zu zwölf Grad möglich. Zudem bleibe es auch in den tieferen Lagen windig. Zum Wochenende hin könnten die Temperaturen dann wieder fallen, hieß es.

Sonntag, 17. Januar

12.47 Uhr: Unwirkliche Schneelandschaft auf dem Brocken

Im Harz blieb der befürchtete Besucheransturm am heutigen Sonntag aus. Sogar auf dem Brocken sind nur wenige Wanderer unterwegs. Sie werden belohnt mit einer wunderschönen Winterlandschaft. Obwohl das Thermometer -8 Grad Celsius anzeigt, fühlt es sich viel angenehmer an, denn es ist fast windstill.

Die meisten Wanderwege zum Harzgipfel sind gesperrt, so dass die wenigen Touristen über die Brockenstraße auf die 1141,2 m wandern.

08.44 Uhr: Spaziergänger im Harz auf Abstand unterwegs

Im Landkreis Harz hat es laut Polizei bisher keine größeren Besucherströme in die Natur gezogen. Die Lage sei total entspannt, sagte ein Sprecher in Halberstadt am Samstag. Am Vormittag habe es etwas Anreiseverkehr gegeben, dorthin, wo Schnee liege, so in Richtung des Brocken. Ansonsten seien vereinzelt Spaziergänger unterwegs gewesen - entsprechend der Corona-Regeln auf Abstand, sagte der Polizeisprecher. Zu Beginn des Jahres hatte es im Harz einen großen Besucheransturm mit überfüllten Straßen, Parkplätzen und Menschentrauben auf Wanderwegen gegeben.

Der Harzer Tourismusverband hatte danach auf seiner Homepage erklärt, das Besucheraufkommen bereite Sorgen mit Blick auf die Sicherheit der Gäste und der einheimischen Bevölkerung. Jeder solle daher einen Ausflug in den Harz genau abwägen und verantwortlich handeln.

Samstag, 16. Januar

18.15 Uhr: Situation am Samstag entspannt - nur einige Parkverstöße

Nach starkem Besucherandrang und zum Teil chaotischen Zuständen ist der Start ins Wochenende in vielen niedersächsischen Ausflugsregionen entspannter verlaufen. „Es blieb ruhig mit nur einigen wenigen Parkverstößen“, sagte ein Sprecher des Polizeikommissariats Oberharz am Samstag.

12.16 Uhr: Kein Besucheransturm in Torfhaus

Aktuelle Bilder aus Torfhaus zeigen: Der Ansturm am Samstag blieb aus. Die Polizei zeigte Präsenz, Schilder verwiesen auf die AHA-Regeln.

08.41 Uhr: Bedrückte Stimmung in Winter-Wunderland

Eigentlich wäre es ein Grund zur Freude. Der Winter ist endgültig im Oberharz angekommen. Die Orte und Wälder sind tief verschneit. Riesige Eiszapfen ergänzen das Bild. Sogar ein verlassenes Iglu zeigt, dass sich vor Kurzem noch tausende Winterfreunde im Harz tummelten. Doch die Zeiten sind vorbei, Straßen und Wanderwege sind wie leergefegt.

Aufgrund der Corona-Pandemie fehlen die Touristen. Auch ein Problem für die Betreiber der Rodelbahn Schierke. Mitarbeiterin Christina Ortel: „Sonst um die Zeit haben wir hier volle Hütte. Wir quälen uns so dahin. Und es geht nicht nur uns so. Alle sind betroffen." So gibt es für viele Harzer auch keinen Grund mehr, vor die Tür zu gehen. Die Eiszapfen vor den Fenstern könnten sich deshalb wie Gitterstäbe anfühlen.

Freitag, 15. Januar

15.44 Uhr: Harz stellt Spuren der Loipen ein

Der Nationalpark Harz stellt das Spuren der Loipen ein – „weil das möglicherweise Leute anlocken könnte“, so Maximilian Strache, Sprecher des Landkreises Goslar. Der Harz sei momentan ein „Winter Wonderland“, das zu viele Ausflügler anziehe.

14.00 Uhr: Oberharz wappnet sich fürs Wochenende

Der Oberharz rechnet erneut mit einem Besucherandrang am Wochenende. Daher haben sich Landkreis Goslar, Polizei, Kommunen, Tourismusverband und Landesforsten auf ein Maßnahmenpaket verständigt.

Demnach setzten die Verantwortlichen weiter auf ein Großaufgebot an Polizeikräften und Ordnungsdiensten, hieß es in einer Mitteilung. Festgehalten werden soll an der erprobten Verkehrslenkung und möglichen Straßensperrungen. Falschparker sollen wieder konsequent abgeschleppt werden.

Einige zuletzt getroffene Maßnahmen seien allerdings verbesserungswürdig. „Die Maskenpflicht auf Rodelhängen und Parkplätzen muss noch deutlicher definiert werden, da kam es durchaus zu Irritationen“, sagte Landrat Thomas Brych (SPD). Auch essen und trinken sei dort verboten.

Die geltenden Corona-Vorschriften würden rigoros kontrolliert. „Ich weise daher mit aller Deutlichkeit auf die bestehenden Kontaktbestimmungen hin, die auch bei einem Ausflug in den Schnee zwingend beachtet werden müssen“, so Brych.

Donnerstag, 14. Januar

16.04 Uhr: Brocken versinkt im Schnee

Der Brocken im Harz versinkt einmal mehr im Schnee. Meterhohe Verwehungen erschwerten am Donnerstag die Zufahrt zum Brocken im Harz.

Selbst der Brockenbahnhof sowie die angrenzenden Gebäude waren zeitweise unter der weißen Pracht kaum noch zu erkennen. Alle Wanderwege auf dem Gipfel sind zugeschneit.

Menschen sind zwar momentan zum Glück nur wenige unterwegs. Dennoch müssen die Rettungswege natürlich freigehalten werden. Die üblichen Räumfahrzeuge reichten nicht mehr aus.

Daher ist Sven Degenhardt vom Winterdienst seit dem frühen Morgen mit einer Schneefräse unermüdlich auf der Brockenstraße im Einsatz.

„Der Wind treibt den Schnee immer wieder auf die Straße und sorgt für meterhohe Verwehungen. Wir könnten den Schnee zwar aufschieben, aber dann die Spurbreite nicht halten. Es würde nicht ein Auto mehr durchkommen", so Sven.

Mittwoch, 13. Januar

11.15 Uhr: Vorsicht, Glatteis und Böen!

Wegen Glatteis ist auch heute Vorsicht auf den Straßen im Harz geboten. Gefrorene Nässe könne auch in der kommenden Nacht für Glättegefahr sorgen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

In den höheren Lagen warnt der DWD für heute und morgen vor orkanartigen Böen am heutigen Mittwoch und am Donnerstag. Insbesondere im Kreis Harz könne es zu starkem Wind kommen. In Sachsen-Anhalt gilt die Unwetterwarnung für die Hochlagen von Mittwoch 13.00 Uhr bis Donnerstag 0.00 Uhr.

Dienstag, 12. Januar

9.57 Uhr: Verkehrsbehinderungen im Harz - starker Schneefall

Im Harz ist es wegen starken Schneefalls mit Wind am Morgen zu Verkehrsbehinderungen gekommen, die auch am Vormittag noch anhalten sollten.

Mehrere Laster blieben auf der Straße liegen, wie ein Sprecher der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst sagte. Vereinzelt seien Bäume umgefallen, die nun geborgen würden.

Betroffen seien unter anderem die Landkreise Harz und Oberharz. Noch bis etwa 12 Uhr kann es laut DWD orkanartige Böen geben.

Sonntag, 10. Januar

15.03 Uhr: Lage im Harz bleibt zunächst entspannt

Ein erneuter Ansturm auf den Harz ist heute bisher ausgeblieben. Wie gestern schon seien zwar viele Besucher in den Harz gekommen, diese hätten sich aber sehr gut auf die verschiedenen Gebiete verteilt, teilte ein Sprecher der Polizei am Mittag mit.

Man habe sich mit mehr Einsatzkräften und einem angepassten Verkehrskonzept vorbereitet. Bis zum Mittag hätten zudem noch keine Autos abgeschleppt werden müssen, was zuvor vereinzelt geschehen sei.

Auch an die Maskenpflicht hätten sich die Besucher, abgesehen von einigen Ausnahmen, gehalten, sagte der Sprecher.

Samstag, 9. Januar

15.37 Uhr: Viele Ausflügler in Torfhaus – wenige Verstöße

Ein Ansturm von Ausflüglern in den Harz ist laut Polizei und Ordnungskräften am Samstag zunächst ausgeblieben. Zwar reisten erneut viele Menschen in das verschneite Freizeitgebiet; auch der Großraum-Parkplatz im niedersächsischen Torfhaus (Kreis Goslar) war ab Samstagmittag voll, wie die Polizei mitteilte.

Doch die Besucher verteilten sich den Beamten zufolge besser in der Region als noch an den Vortagen. Ordnungskräfte und Polizei mussten nur in wenigen Fällen Autos abschleppen oder Zufahrten sperren.

Nur vereinzelt griffen Ordnungshüter wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht an den Ski- und Rodelhängen sowie wegen nicht ausreichenden Abständen ein. Die Menschen reagierten bei Ansprachen „sehr freundlich“, sagte der Einsatzleiter des Landkreises Goslar, Frank-Michael Kruckow, am Samstag vor Ort. „Aktuell sind deutlich weniger unterwegs. Ich gehe davon aus, dass die Appelle, die wir in der letzten und dieser Woche dazu versandt haben, jetzt irgendwo auch gefruchtet haben“, sagte Kruckow.

Im Vergleich zum vergangenen Wochenende, als zahlreiche Ausflügler in den Harz strömten, sei die Situation „sehr entspannt“. Wegen möglicher Überfüllung und des Ansteckungsrisikos hinsichtlich der Corona-Pandemie hatten die Behörden eigentlich von Ausflügen in den winterlichen Harz abgeraten.

10.55 Uhr: Polizei will Touristen-Ansturm verhindern

Angesichts des teilweise enormen Besucheransturms im Harz in den zurückliegenden Tagen wird die Polizei am Wochenende verstärkt unterwegs sein. Die Einhaltung der Corona-Eindämmungsverordnung sei genauso im Blick wie die Verkehrssituation, sagte ein Polizeisprecher in Halberstadt. Schwerpunkte seien Schierke, Drei Annen Hohne und Friedrichsbrunn. Engen Kontakt habe man mit der Polizei in Niedersachsen.

Der Harzer Tourismusverband erklärte auf seiner Homepage, das gegenwärtige Besucheraufkommen bereite Sorgen um die Sicherheit der Gäste und der einheimischen Bevölkerung, als auch um eine Verschlimmerung der Gesamtsituation im Hinblick auf die Corona-Pandemie. Jeder solle daher einen Ausflug in den Harz genau abwägen und verantwortlich handeln.

Besonders am vergangenen Wochenende war es zu kilometerlangen Staus gekommen, der Andrang von schneehungrigen Besuchern war riesig. Die Parkplätze waren übervoll. Auf Rodelflächen kam es zu Gedränge. Die Gastronomie hat geschlossen, es gibt nur wenige Toiletten. Die Stadt Wernigerode, zu der Schierke am Fuß des Brockens gehört, bat die Menschen, auf einen Besuch zu verzichten. Der Tourismusverband Harz wies darauf hin, dass es in den tieferen Lagen - abseits des Trubels - viele attraktive Wanderwege und freie Parkplätze gebe. Dort sei Abstandhalten kein Problem.

Freitag, 8. Januar

11.20 Uhr: Wieder volle Parkplätze in Torfhaus

Die Parkplätze etwa in Torfhaus (Kreis Goslar) waren bereits am Samstagmorgen wieder frequentiert. Zu Staus oder Straßensperrungen sei es bislang aber nicht gekommen, so der Sprecher. Die Polizei Hannover meldete, dass sich vor allem in Springe Parkplätze rund um den Deister füllten. Polizei und Ordnungskräfte waren mit zahlreichen Einsatzkräften an den Ausflugszielen im Einsatz und zeigten Präsenz.

Nachdem bereits am vergangenen Wochenende und unter der Woche viele Ausflügler etwa in den Harz strömten, appellierten Kommunen, Polizei und Harzer Tourismusverband auf erneute Ausflüge zu verzichten. Verboten sind Spaziergänge im Schnee zwar nicht, allerdings müssen die Corona-Regeln eingehalten werden. Der Landkreis Goslar hat den Verleih von Wintersportgeräten an Wochenenden verboten. Der Landkreis Holzminden verbot vorübergehend das Betreten vieler Rodelwiesen im Solling.

10.02 Uhr: Harzer Tourismusverband erwartet erneuten Ansturm

Das Wetter im Harz wäre in einem normalen Winter der Traum aller Wintersportfans, doch in diesem Jahr sorgt es für Chaos im Harz. „Wie es aussieht, wird der Schnee bleiben, vielleicht kommt sogar noch neuer dazu, und die meisten neuen Corona-Verordnungen gelten auch erst ab Montag“, sagt Christin Wohlgemuth, Pressesprecherin des Harzer Tourismusverbandes, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

„Selbst wenn die 15-Kilometer-Regelung gilt, wird das vermutlich nicht viel ändern, weil im niedersächsischen Teil des Harzes die meisten Besucher aus Niedersachsen kommen und dort meines Wissens nach nirgends die Inzidenz über 200 liegt.“ Deswegen erwartet sie am Wochenende erneut einen Besucheransturm. Ihrer Einschätzung nach kommen diese vor allem aus Gebieten, die etwa eine Stunde entfernt sind, zum Beispiel Hildesheim, Braunschweig, Hannover, Magdeburg, Peine und Gifhorn.

Donnerstag, 7. Januar

13.19 Uhr: „Unser oberster Appell ist weiter: Bleiben Sie zu Hause“

Weißes Winterwetter hat zahlreiche Ausflügler, Wanderer und Wintersportler auch am Donnerstag in den verschneiten Harz gezogen. Polizei und Ordnungskräfte kontrollierten Parkplätze und Zufahrten, wie die Stadt Barsinghausen und der Kreis Goslar mitteilten.

Parkplätze in den Ausflugsgebieten waren demnach erneut ausgelastet. Größere Verkehrsbehinderungen blieben, anders als in den vergangenen Tagen, zunächst aber aus.

Nachdem bereits am vergangenen Wochenende zahlreiche Ausflügler in den Harz strömten, wollen Kommunen, Polizei und Harzer Tourismusverband einen erneuten Ansturm vermeiden. Der Landkreis Goslar hat den Verleih von Wintersportgeräten an Wochenenden verboten.

Zudem soll deutlich mehr Polizei und Ordnungskräfte im Einsatz sein. „Unser oberster Appell ist weiter: Bleiben Sie zu Hause“, sagte Kreissprecher Maximilian Strache.

Mittwoch, 6. Januar

18.07 Uhr: Goslar verbietet Ski- und Rodelverleih an Wochenenden

Der Landkreis Goslar hat den Verleih von Wintersportgeräten wie Skiern und Schlitten an Wochenenden und Feiertagen verboten. Die Kontrolleure werden die Einhaltung der Regeln besonders im Gebiet von Torfhaus sowie an den Rodelhängen rund um Braunlage überwachen, wie die Verwaltung mitteilt.

Zudem stellt die neue Allgemeinverfügung des Landkreises strengere Regeln für die Verkaufsstellen auf, die Speisen und Getränke anbieten. Sollte an Snackständen gegen die Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie verstoßen werden, werden sie für den Rest des Tages geschlossen, hieß es.

Landrat Thomas Brych (SPD) rief erneut dazu auf, keine Tagesausflüge in den Harz zu machen. „Bilder wie vom vergangenen Wochenende will ich vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemielage nicht noch einmal sehen“, so Brych. Die Lage sei weiterhin ausgesprochen ernst.

13.58 Uhr: Besucheransturm bleibt noch aus

Nach dem Besucheransturm der vergangenen Wochen entspannte sich die Lage im Harz etwas. „Die Parkplätze sind frequentiert, aber nicht ausgelastet“, sagte ein Sprecher der Polizei Goslar. Man hoffe, dass das so bleibe. Dichter Schneefall habe am Morgen auf der Bundesstraße 4 Richtung Torfhaus Verkehrsbehinderungen verursacht. Sollte es wieder zu einer Besucherflut kommen, werde die Polizei Straßen sperren, hieß es.

Am Dienstag hatten Kommunen, Polizei, der Harzer Tourismusverband und die Kreisverwaltung Goslar beschlossen, deutlich mehr Polizei und Ordnungskräfte in die Ausflugsgebiete zu schicken. Menschen, die trotz der Appelle in den Harz reisten, müssten sich auf Kontrollen, Straßensperrungen und Abschleppaktionen einstellen.

13.49 Uhr: Bäume drohen auf B244 zu stürzen

Es schneit und schneit. Im Oberharz wird die Situation immer bedrohlicher. Jetzt ist auch noch die B244 in Wernigerode wegen eines Feuerwehreinsatzes voll gesperrt. Aufgrund der Schneelast drohen dort Bäume auf die Straße zu fallen. Unter anderem ist eine Drehleiter im Einsatz.

Autofahrer werden gebeten, dass Gebiet weträumig zu umfahren. Am besten ist es jedoch den Harz ganz zu meiden, denn es sind inzwischen zahlreiche Straßen gesperrt.

13.03 Uhr: Feuerwehr-Einsatzleiter: „Es besteht Lebensgefahr“

Im Oberharz sind Feuerwehren und Räumdienste seit dem heutigen Mittwochmorgen im Dauereinsatz. Wegen Schneebruchs mussten bereits mehrere Straßen gesperrt werden.

Der Wehrleiter der Feuerwehr Heimburg, Sven Hädicke, warnt deshalb Autofahrer und Wanderer eindringlich: „Es besteht Lebensgefahr, da Äste durch die Schneeemassen ohne Vorwarnung brechen." So drohen zwischen Elbingerode und Halberstadt Bäume umzustürzen.

Herabhängende Äste sorgen rings um Schierke, Braunlage und Torfhaus für erhebliche Gefahr. Bei Rübeland bereitet sich die Feuerwehr derzeit darauf vor, umgestürzte Bäume zu beseitigen.

06.52 Uhr: Wernigerode stellt sich auf Besucherandrang ein

Wegen des winterlichen Wetters und mehr Tagestouristen kann es im Wernigeröder Ortsteil Schierke (Sachsen-Anhalt) laut Stadt am Mittwoch zu Einschränkungen im Verkehr kommen. Menschen werden gebeten, auf einen Besuch im Harz zu verzichten, wie die Stadt mitteilte. Schon bei der Anreise im Oberharz könne es kilometerlange Staus geben, die Parkplatzsuche vor Ort sei nahezu aussichtslos. Am vergangenen Wochenende hatte der Schnee teilweise Chaos auf den Straßen im Harz ausgelöst. Daher verbot die Stadt das Parken entlang mehrerer Straßen - etwa der Brockenstraße in Schierke. Die Sperrungen gelten auch in den kommenden Tagen.

„Die Stadt Wernigerode ist vorbereitet, auf eine zunehmende Zahl der Tagestouristen entsprechend zu reagieren“, sagte Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert laut Mitteilung. „Sollte das Verkehrsaufkommen zu stark anwachsen, wird bei Bedarf der Straßenverkehr von der Polizei geregelt.“ Wegen des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie gebe es keine geöffneten Cafés, Restaurants oder andere Angebote.

Die Polizei hatte am Dienstag angekündigt, sie bereite sich auf den möglichen höheren Andrang am Feiertag sowie an den Brückentagen und dem bevorstehenden Wochenende vor. Deswegen werde mehr Personal eingesetzt.

Dienstag, 5. Januar

17.40 Uhr: Oberharz rät dringend von Harzreise ab

Nach dem Ansturm von Ausflüglern auf den Harz am Wochenende sollen mehr Polizeipräsenz, Straßensperren und Kontrollen helfen, die Besuchermassen besser zu bewältigen. An erster Stelle wurde jedoch an die Vernunft appelliert: Ausflügler sollten von einer Reise in den Harz absehen.

„Wir freuen uns grundsätzlich über jeden Besucher. Aktuell befinden wir uns jedoch in einem Ausnahmezustand, daher ist es nicht angezeigt und unverantwortlich, umfangreiche Tagesausflüge zu unternehmen“, sagte Goslars Landrat Thomas Brych am Dienstag. „Wir bitten daher mit Nachdruck darum, von einer Reise in den Harz abzusehen. Bleiben Sie zu Hause.“

Alle, die sich nicht an diese Bitte hielten, müssten sich auf ein erhebliches Aufgebot von Polizei und Ordnungskräften, Kontrollen, Straßensperrungen und Abschleppaktionen einstellen. Das ist das Ergebnis eines runden Tisches von Kommunen, Polizeiinspektion, des Harzer Tourismusverbandes und der Kreisverwaltung Goslar. In der kommenden Woche will die Runde gegebenenfalls nachsteuern.

Auch Niedersachsens Regierungssprecherin Anke Pörksen appellierte an die Bevölkerung, auf andere Ausflugsziele in der Natur auszuweichen. „Es ist teils besorgniserregend, dass Menschen sich sehenden Auges in Gefahren begeben, die mit den Ladenschließungen vermieden werden sollten.“ Die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, betonte, jede Menschenansammlung stelle eine Infektionsgefahr dar, auch im Freien.

Für den Oberharz betonte Petra Krischker, Leiterin der Polizeiinspektion Goslar: „Bevor es zu einer Überfüllung im Oberharz kommen sollte, vor allem im Bereich der Ortslage Torfhaus, werden wir von Straßensperrungen Gebrauch machen und den Verkehr umlenken.“ Davon dürfte vor allem die Bundesstraße 4 betroffen sein. Auch weitere Sperrungen seien möglich.

Das diene nicht dazu, „die Menschen zu ärgern, sondern unser oberstes Ziel zu erfüllen, die Sicherheit der Besucher und Bürger zu gewährleisten. Bei einem Verkehrsaufkommen wie am vergangenen Wochenende, wo Rettungswege versperrt und Parkplätze überfüllt waren und sich überdies zahlreiche wetterbedingte Unfälle ereigneten, ist das nicht möglich“, sagte Krischker. Falschparker müssten damit rechnen, konsequent abgeschleppt zu werden.

Auch auf die Einhaltung der Corona-Regeln werde verstärkt geachtet. Teams aus Ordnungsämtern und Polizei sollten an Rodelhängen, Wanderwegen oder Parkplätzen kontrollieren, ob Atemmasken getragen und Abstände eingehalten werden. So bestehe auf dem Großparkplatz in Torfhaus sowie in den Startzonen zahlreicher Rodelhänge im Raum Braunlage eine Maskenpflicht, sagte Brych.

„Leider haben sich viele Besucher nicht an diese Vorgaben gehalten.“ Der Landkreis werde außerdem den Verleih von Schlitten und Skiern an den Wochenenden verbieten. Auch dürften fast keine Toiletten zur Verfügung stehen.

12.38 Uhr: Lage im Harz hat sich beruhigt

Nach den chaotischen Verhältnissen durch den massiven Besucherandrang in den vergangenen Tagen hat sich die Lage im Harz beruhigt. In Schierke waren am Dienstagmittag die Parkplätze, Gehwege und Straßen wie leergefegt.

Nur wenige Wanderer waren in Richtung Brocken unterwegs. Offenbar haben die Appelle der Behörden gewirkt. So fragte die Tourist-Information Schierke auf ihrer Internetseite: „Sind es ein paar wenige Stunden im Schnee wert, eine mitunter stundenlange Anreise, kilometerlange Staus vor Ort und eine nahezu aussichtslose Parkplatzsuche auf sich zu nehmen?"

Nun schauen alle auf morgen, denn in Sachsen-Anhalt ist Feiertag. Dann wird sich zeigen, ob die entspannte Lage nur die Ruhe vor dem Sturm war.

7.01 Uhr: Wetter am Dienstag im Harz

Im Harz kann es bei -2 bis 0 Grad stellenweise glatt werden. Dort, wo es schneit, kann es bis zu fünf Zentimeter cm Neuschnee geben. In der Nacht können nochmal zehn Zentimeter Neuschnee dazukommen.

Montag, 4. Januar

17.16 Uhr: Wird der Brocken abgeriegelt?

Im Ost-Harz könnten übermorgen wegen hohen Besucherandrangs trotz Corona-Regeln die Zufahrtsstraßen zum Brocken gesperrt werden.

Entsprechende Maßnahmen sollen morgen beredet werden, sagte Sachsen-Anhalts Innenminister Michael Richter dem MDR. Am Mittwoch ist in Sachsen-Anhalt ein Feiertag. Zudem dauern die Weihnachtsferien bis zum Wochenende.

Richter bat die Menschen, möglichst zu Hause zu bleiben. Er habe Verständnis, dass viele raus an die frische Luft wollten. Es sollte dennoch darauf verzichtet werden, in den Harz zu fahren, so der CDU-Politiker. Schon vor Silvester hatten Stadtchefs aus dem Harz ähnliche Appelle abgegeben – mit mäßigem Erfolg...

Prinzipiell sei der Staat in der Lage die geltenden Corona-Regeln im Land zu kontrollieren, sagte Richter. Es werde immer irgendwo Fotos geben, auf denen Verstöße zu sehen seien. „Wir sind nicht in der Lage, an jedem Tag an jedem Ort zu sein“, sagte Richter. Aber die Polizei könne angemessen reagieren.

14.04 Uhr: Harz bereitet sich auf den nächsten Besucher-Ansturm vor

Nach dem hohen Besucherandrang am Wochenende im winterlichen Harz hat sich die Lage in Sachsen-Anhalt zunächst beruhigt. Der Verkehr sei bis zum Mittag normal geflossen, sagte ein Polizeisprecher in Halberstadt. Daher gebe es vorerst keine verstärkten Kontrollen. Allerdings bereite sich die Behörde auf den bevorstehenden Feiertag am Mittwoch, die Brückentage sowie das Wochenende vor. Weil dann wieder mit vielen Tagestouristen zu rechnen sei, werde den Angaben nach mehr Personal eingesetzt.

Auch die am Wochenende von der Stadt Wernigerode verhängten Sperren bleiben weiter bestehen, wie eine Sprecherin am Montag sagte. Die Stadt hatte am Sonntag das Parken entlang mehrerer Straßen - etwa der Brockenstraße im Ortsteil Schierke - verboten. Zuvor hatte es kilometerlange Staus gegeben. Dies sei am Montag nicht der Fall gewesen. Durch den Schnee in den Tieflagen verteilten sich Besucher besser. Rodeln sei zum Beispiel auf niedriger gelegenen Hängen möglich.

Wernigerode freue sich grundsätzlich über Gäste, sagte die Sprecherin. Man wolle sie nicht verprellen, das Parkhaus in der Stadt sei weiterhin geöffnet. Allerdings gebe es wegen des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie keine geöffneten Cafés, Restaurants oder andere touristische Angebote. Darauf müssten sich Besucher einstellen.

13.10 Uhr: Es kommt noch mehr Schnee

Im Harz hält der Schneefall an. Auch wenn es am Montag und Dienstag nur wenige Flocken geben soll, werden die Schneefälle zum Ende der Woche wieder zunehmen. Laut dem Deutschen Wetterdienst kann es am Donnerstag bis zu acht Zentimeter Neuschnee geben. Und das bei Temperaturen stets um den Gefrierpunkt.

Deswegen wird auch im gesamten Harz vor Glätte und überfrierender Nässe gewarnt.

7.46 Uhr: Die Situation im Harz am Sonntag

Im winterlichen Harz habe es einen enormen Besucherandrang gegeben, teilte die Stadt Wernigerode am Sonntag mit. Es sei nicht mehr zu gewährleisten gewesen, die Rettungswege frei zu halten. Daher habe sich die Stadt entschieden, das Parken entlang mehrerer Straßen - etwa der Brockenstraße im Ortsteil Schierke - zu verbieten. „Schon bei der Anreise in den Oberharz bilden sich kilometerlange Staus, gefolgt von einer nahezu aussichtslosen Parkplatzsuche vor Ort“, erklärte Stadtsprecherin Petra Bothe am Sonntag.

Zudem seien Hotels, Cafés und Seilbahnen derzeit coronabedingt gesperrt, hieß es weiter. Ausflugsgäste hätten deshalb kaum Möglichkeiten, sich aufzuwärmen. Obendrein gebe es nur wenige öffentliche Toiletten. Mit Blick auf die Corona-Regeln sollten die Menschen am Wochenende von einem Ausflug in den Harz absehen, appellierten die Verantwortlichen der Stadt.

Sonntag, 3. Januar

13.40 Uhr: Anwohner genervt von Touristen-Ansturm

Trotz der Warnungen der Polizei zieht es massenweise Menschen in den Harz. Eine Familie aus Salzgitter hat vor Ort mit news38 gesprochen und erklärt, warum sie trotz allem einen Ausflug in den Oberharz gemacht hat. „Ja gestern war es dann schon in Bad Harzburg vorbei. Wir mussten bereits unten am Parkplatz wenden. Heute waren wir schlauer, sind also gleich um 6 Uhr los gefahren. Die Kinder waren gestern so traurig. Da mussten wir das heute einfach machen. Natürlich wissen wir auch über die Lage hier Bescheid, aber wir konnten unseren Kindern (7,9 Jahre alt), dass ganze nicht antun.“

Anwohner können das indes nicht verstehen. Auch die Busse sind überfüllt. „Die spinnen doch alle! Wir fahren mittlerweile fast 2 Stunden eine Tour nach Bad Harzburg, die vorher auch wenn Schnee lag nur maximal 40 Minuten gedauert hat“, erzählen zwei Anwohner, die täglich mit dem Bus zur Arbeit fahren.

Rettungskräfte und Polizei schlagen außerdem die Hände über dem Kopf zusammen. „Wir haben die Knotenpunkte gesperrt für den aufsteigenden Verkehr um die Situation zu entschärfen. Bereits gestern gab es so viele Pannen, sodass eine Katastrophe nicht mehr abzuwägen war. Rettungskräfte schafften es teils nicht rechtzeitig oben zu sein, wenn sie aus Bad Harzburg kamen. Gestern z.b. gab es hier ein Rodelunfall, und der nach alamierte Hubschrauber aus Wolfenbüttel war eher als die Einsatzkräfte aus Bad Harzburg da. Das können und wollen wir nicht verantworten“, so der Beamte der Verfügungseinheit aus Goslar.

12.07: Freie Fahrt auf der B4

Mittlerweile hat die Polizei Goslar die B4 wieder in beide Richtungen freigegeben. Also sowohl vom Torfhaus Richtung Bad Harzburg als auch von Bad Harzburg Richtung Torfhaus!

Derweil zeigen Bilder, wie es aktuell im Harz aussieht:

11.29 Uhr: Polizei gibt B4 teilweise wieder frei

Die Polizei hat die B4 von Torfhaus Richtung Bad Harzburg wieder freigegeben. Von Bad Harzburg in Richtung Torfhaus hingegen bleibt sie gesperrt.

10.49 Uhr: Wetter sorgt für zusätzliches Chaos!

Starker Schneefall und teilweise sehr glatte Fahrbahnen sorgen für zusätzliches Chaos im Harz. Auf der B4 kommt es deshalb nach Angaben der Polizei zwischen Torfhaus und Bad Harzburg zu starken Verkehrsbehinderungen. Deshalb wird die B4 vorübergehend gesperrt!

10 Uhr: Besucher sollen Behelfsparkplätze nutzen

Im Oberharz gibt es extra ausgewiesene Behelfsparkplätze an der B4 und der B242. Diese würden laut Polizei noch nicht ausreichend genutzt. Besucher sollen dort parken.

9.29 Uhr: Erste Straße gesperrt

Mittlerweile ist der Parkplatz Torfhaus laut Polizei Goslar ausgleastet. Die L504 ist bereits von Altenau in Richtung Torfhaus für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Der Parkplatz Torfhaus ist ausgelastet. Ebenso der Parkplatz Oderbrück. Auch der Großparkplatz Hahnenklee ist nach Angaben der Polizei bereits zu 80 Prozent ausgelastet. Voll ist außerdem der Parkplatz „Am Rinderkopf“ an der L504.

Die Polizei appelliert, dass in der gesamten Ortslage Torfhaus Maskenpflicht besteht.

8.50 Uhr: Reger Verkehr bereits in den Morgenstunden

Im Harz herrscht nach Angaben der Polizei Goslar bereits am Sonntagmorgen reges Treiben! Wie die Polizei berichtet, ist der Parkplatz am Torfhaus bereits zu 90 Prozent ausgelastet. Auf der B4 bildet sich bereits erster Rückstau. Auch die Parkplätze entlang der L504 sind bis zu 70 Prozent belegt.

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Samstag, 2. Januar

20.30 Uhr: Stadt Wernigerode mit dringendem Appell

Auch die Stadt Wernigerode hat von Ausflügen in den Harz abgeraten. Wegen des winterlichen Wetters sei das Besucheraufkommen erhöht, teilte die Stadt am Samstag mit. Dadurch komme es zu kilometerlangen Staus und vollgestopften Parkplätzen - unter anderem im Wernigeröder Ortsteil Schierke.

Zudem seien Cafés, Gaststätten und Seilbahnen coronabedingt geschlossen. Auf den wenigen öffentlichen Toiletten und Rodelflächen komme es zu Gedränge. „Wir bitten daher die Harzbesucher, auf einen Besuch im Harz zu verzichten“, teilte die Stadt mit. In den kommenden Tagen sei auch im Tiefland mit Schnee zu rechnen. Wichtig sei, die Corona-Regeln einzuhalten, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen

16.00 Uhr: Polizei glaubt nicht an Entspannung am Sonntag

Einen Massenandrang gab es auch auf dem beliebten, etwa neun Kilometer langen Goetheweg von Torfhaus zum Brocken. In Braunlage war ebenfalls einiges los: Die Kennzeichen der Autos deuteten auf Besucher überwiegend aus der Region hin - viele kamen demzufolge aus Hannover und dem Umland -, aber auch Berliner und Hamburger waren vertreten. In Niedersachsen gibt es keine Beschränkung für Tagestouristen.

Die Schlepplifte sind wegen der Corona-Pandemie geschlossen, aber viele Familien und auch Gruppen machten sich zu Fuß auf den Weg. Schon an den vergangenen Tagen stauten sich die Autos in Ausflugsorten kilometerlang. Wegen Überfüllung rät die Polizei weiter von Ausflügen in den winterlichen Harz ab. „Ich denke, am Sonntag wird es genauso sein wie heute“, befürchtete der Polizeisprecher.

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15.10 Uhr: Polizei zieht erste Konsequenzen

Auch die Verkehrsmanagement-Zentrale Niedersachsen appelliert dringend: „Bitte meiden Sie den Harz“!

Am Nachmittag zog die Polizei drastische Konsequenzen: In Absprache mit den Straßenmeistereien wurde zeitweise die Bundesstraße 4 stundenweise am Ortsausgang Bad Harzburg in Richtung Torfhaus einseitig gesperrt.

Die Landesstraße 504 von Altenau nach Torfhaus wurde bereits zur Einbahnstraße aus dem Harz heraus umfunktioniert. „Aber wenn wir nicht präsent sind, machen manche, was sie wollen. Das ist sehr unvernünftig“, sagte der Polizeisprecher. Man würde auch Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten ausstellen, aber dafür reiche momentan nicht die Zeit.

12.00 Uhr: Harz-Ansturm ist groß

Wanderer und Rodler steuerten die Parkplätze in den teils verschneiten Orten schon am Samstagmorgen an. Die Polizei Goslar twitterte am Vormittag, dass die Parkplätze weitgehend ausgelastet seien, es auf der Bundesstraße 4 von Bad Harzburg Richtung Torfhaus einen langen Stau gebe.

Sie appellierte an Tagesauflügler, weiträumig auf andere Bereiche im Harz auszuweichen und die Rettungswege frei zuhalten. Auch der Großraumparkplatz in Torfhaus war überfüllt, viele Autofahrer parkten am Straßenrand.

(news38.de mit dpa)