Harz 

Harz: Fall Karsten M. bei „Aktenzeichen XY“ – Polizei erhält zahlreiche Hinweise

Im Fall Karsten M. aus Goslar gehen die Ermittler einmal mehr in die Offensive. Sie haben einen gruseligen Verdacht...
Im Fall Karsten M. aus Goslar gehen die Ermittler einmal mehr in die Offensive. Sie haben einen gruseligen Verdacht...
Foto: IMAGO / xcitepress (Collage)

Liebenburg. Dieser Fall aus dem Harz gibt Rätsel auf! Was ist mit Karsten M. aus der Gemeinde Groß Döhren in Liebenburg im Harz passiert?

Seit Monaten suchen die Ermittler mit Hochdruck nach Karsten M., der seit dem 13. April 2021 verschwunden ist. Einen Mord können die Beamten nicht ausschließen. Ein Verdächtiger sitzt bereits in Untersuchungshaft. Doch es sind noch viele Fragen offen. Die Polizei erhofft sich jetzt Hinweise durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“.

Harz: Fall Karsten M. bei „Aktenzeichen XY“

Dieser Fall erschütterte bereits vor Monaten den Harz. Karsten M. verschwand am 13. April spurlos. Mehrere große Suchaktionen folgten – vergeblich. Schon früh ging die eingesetzte Mordkommission „Fortuna“ von einem Gewaltverbrechen aus. Blutspuren hätten darauf hingedeutet.

Drei Tage nach seinem Verschwinden entdeckten die Beamten den blauen VW Caddy von Karsten M. auf dem Messegelände Hannover. Wenig später rückte ein Bundespolizist in den Fokus der Polizei – als Tatverdächtiger. Das Amtsgericht Goslar erließ Haftbefehl. Seither sitzt der 50-Jährige in Untersuchungshaft, bestreitet die Tat jedoch.

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War es eine Beziehungstat?

Opfer und Beschuldigter sollen eng befreundet gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler könnte es sich um eine Beziehungstat gehandelt haben. Den Männern könnte es um eine Frau gegangen sein. Doch noch gibt es keine konkreten Hinweise. Nur etwas, das den Polizeibeamten reichlich komisch vorkommt.

Nachdem bekannt wurde, dass es im Fall Karsten M. einen Mordverdacht gibt, soll der Beschuldigte merkwürdige Einkäufe getätigt haben. Erklärungen gebe es für diese Einkäufe nicht.

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Konkret geht es um diese Teile:

  • 16 Baustahlmatten, 230 x 100 cm
  • 11 Rasengittersteine, 60x40x8 cm
  • 100 Meter grüner Stacheldraht, jeweils in Gebinden zu je 50 Meter Rollen
  • 150 Meter verzinkter Stacheldraht, jeweils in Gebinden zu je 50 Meter Rollen
  • acht Bauzaunelemente (350x200 cm)
  • 8 Betonfüße

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Die Sachen soll er in verschiedenen Baumärkten der Region sowie im Bereich Bitterfeld in Sachsen-Anhalt gekauft haben. Von allen Teilen fehlt bislang jede Spur. Der grausame Verdacht: Hat der Beschuldigte Karsten M. vielleicht auf einer Fake-Baustelle vergraben? Mehr zu den Vermutungen liest du hier >>>.

Was ist auf dem Expo-Gelände passiert?

Möglich sei, dass diese Fake-Baustelle vielleicht im Bereich des Expo-Geländes in Hannover oder am Flughafen Langenhagen liegt. Das Expo-Gelände soll auch bei „Aktenzeichen XY“ eine Rolle spielen. Denn die Polizei sucht noch immer nach einem Taxifahrer, der am 13. April zwischen 9.30 und 10 Uhr eine männliche Person am Expo-Gelände aufgenommen haben soll.

Auch wichtig: Die Ermittler wollen Zeugen finden, die eventuell Angaben zum Pkw des Opfers, dessen Aufenthaltsort oder Insassen machen können. Der Zeitraum: 13. April, circa 5.30 bis 9.30 Uhr.

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Polizei bekommt zahlreiche Hinweise

Am Mittwoch, den 18. August, lief „Aktenzeichen XY“ mit dem Fall „Karsten M.“ im ZDF. Danach gingen bei der Polizei mehrere Hinweise ein. Die Beamten sprechen von Hinweisen im zweistelligen Bereich. Diese müssten die Beamten nun abarbeiten. (abr)