Harz 

Harz: Mann geht am Oderteich spazieren – was er dann sieht, macht ihn traurig: „Tut schon weh“

Das ist der Harz

Das ist der Harz

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Wer an den Harz denkt, denkt wohl vor allem an den Brocken und an Hunderte von Bäumen, die sich über eine riesige Fläche erstrecken. Doch gerade der Anblick letzterer wurde für manch einen Naturfreund in den letzten Monaten zur Qual.

So erging es auch einem Mann, der am Oderteich im Harz unterwegs war. Das Gebiet lädt eigentlich zur Erholung ein, doch der Anblick „ringsum tut schon weh“, schreibt er in einem Facebook-Beitrag und sorgt damit für viel Betroffenheit unter den anderen Harz-Fans.

Harz: Dieser Anblick schockiert Naturliebhaber

Wo einst ein dunkelgrüner, dichter Nadelwald stand, erstreckt sich heute vor allem eins: eine kahle Baumlandschaft. Ein Anblick, der nicht nur die Harz-Fans schmerzt. Doch wie konnte sich der einst so grüne Anblick zu einem Bild grauer Holzgerippe entwickeln? Darauf hat der Nationalpark Harz gleich mehrere Antworten – und gibt sogar eine positiven Ausblick!

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Das ist der Harz:

  • ein Mittelgebirge in Deutschland
  • ist das höchste Gebirge Norddeutschlands
  • liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
  • im Westen haben die Landkreise Goslar und Göttingen Anteile am Harz
  • hat eine Fläche von 2.226 Quadratkilometern

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Die Natur selbst führe im Nationalpark Harz Regie. Bedeutet: Sie schafft sich dort ihre eigene Wildnis. Und dazu gehöre auch der Prozess des Absterbens und Zerfalls, kurzum der natürliche Wald-Kreislauf. Damit erobere sich die Natur etwas zurück, was vor langer Zeit von Menschenhand beeinflusst wurde.

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Darum sterben momentan so viele Bäume im Harz

In einem Video des Nationalparks heißt es, dass zu Zeiten der Köhlerei und des Bergbaus die Harzer Wälder über Jahrhunderte hinweg von Menschen gestaltet wurden (hier kommst du zum Video). Der natürliche Wald sei immer mehr verschwunden und sei einer von Menschenhand angelegten Monokultur gewichen. Bedeutet: Aus der Holznot heraus forsteten Menschen kahlgeschlagene Flächen meist mit Fichten auf.

Es entstanden demnach Wälder mit nur einer Baumart. Anders, als es normalerweise in der Wildnis der Fall sei. Plötzlich fanden sich gleichaltrige Fichten nebeneinander. Und genau diese Tatsache sorge dafür, dass heute so großflächig Bäume absterben würden. In einem „normalen Wald“ stünden alte und junge Bäume nebeneinander, weshalb der Verfall nie so auffallen würde. Doch bei Monokulturen sei dies anders.

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Der Klimawandel und der Borkenkäfer würden dann ihr übriges tun und dazu beitragen, dass die Bäume nur wenig Überlebenschance haben. Die gute Nachricht: Der Wald repariere sich selbst. Bedeutet, der Wald befindet sich in einem Kreislauf von der Totholzphase bis zur Verjüngung. Und das wiederum bedeute, dass die Natur nur ihre Zeit brauche, um irgendwann etwas Neues, sehr Schönes im Harz zu schaffen. (abr)