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Harz: Anwohnerin macht kuriose Entdeckung auf dem Nachbar-Dach – „Randale ohne Ende“

Anja Howanitz hat in Braunlage im Harz auf dem Dach ihres Nachbarn eine kuriose Entdeckung gemacht. Nicht jeder ist begeistert.

© IMAGO / Roman Möbius/Anja Howanitz

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Als Anja Howanitz eines morgens aus ihrem Fenster blickte und auf das Nachbarhaus in Braunlage (Harz) blickte, musste sie ein zweites Mal hinschauen.

Denn auf dem Dach gegenüber blickten sie vom Schornstein aus zwei Augen an – und mittlerweile taucht der Besucher im Harz jeden Morgen auf.

Harz: Täglich grüßt der Waschbär

Viele finden sie einfach putzig, für andere sind sie ziemlich lästig. Waschbären verirren sich auch in die Nähe des Menschen. Bei einigen bleibt es allerdings nicht nur beim Durchwühlen der Mülltonnen oder dem Stöbern im Garten.

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Manchmal verirren sich die grau, weiß und schwarz gefärbten Waschbären auch in Häuser – oder wie im Fall von Anja Howanitz auf das Dach des Nachbarn. Mittlerweile tauche das Tier jeden Morgen auf dem Dach auf: „Ich finde die ja zu süß“, so die Frau aus Braunlage.

Harz
Mittlerweile taucht der Waschbär auf dem Nachbardach im Harz jeden Morgen auf. Foto: Anja Howanitz

Doch nicht alle freuen sich über den tierischen Besuch: Anja Howanitz teilte ihre kuriose Entdeckung auf Facebook. Ein Nutzer kommentiert darunter nur ein Wort: „Plagegeister“. Eine Frau findet: „Diese Biester machen Randale ohne Ende.“ Sie gibt noch den Tipp, Mülltonnen zu verschließen und keine Essensreste liegen zu lassen. Doch was sollten Betroffene tun, bei denen es sich ein kleiner Waschbär gemütlich gemacht hat?

Waschbär im Haus? DAS solltest du tun

Zunächst einmal solltest du zum Telefon greifen und die Untere Jagdbehörde, also den Landkreis, anrufen. Alternativ geht auch das Ordnungsamt, wie der Naturschutzbund (NABU) Niedersachsen erklärt. Auf keinen Fall solltest du versuchen den Waschbär zu fangen. Zwar seien die Tiere keine geschützte Art, trotzdem dürfen sie nicht von allen gefangen oder gar getötet werden.

„Dies ist nur Jägerinnen und Jägern gestattet. Für die Fallenjagd benötigen diese zusätzlich eine Berechtigung zur Fallenjagd“, heißt es weiter auf News38-Nachfrage. Außerdem sollten Waschbären auf keinen Fall gefüttert werden. Wer eine Katze hat, sollte ihr Futter nicht unbeaufsichtigt draußen stehen lassen. Besser wäre, den Futternapf gleich ins Haus zu stellen.


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Gefährlich sind Waschbären nicht wirklich, trotzdem solltest du sie nicht in die Enge treiben: „In diesen Fällen kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Tiere zubeißen.“ Waschbären gehören allerdings zu den sogenannten invasiven Arten, also Neuankömmlinge, die sich in Deutschland ausbreiten. Dadurch gefährden sie tatsächlich die heimische Artenvielfalt.