Niedersachsen 

Niedersachsen: Mutter lässt Sohn fast verhungern - vor Gericht kullern die Tränen

Niedersachsen: Eine Mutter steht vor Gericht. Sie soll ihren Sohn geschlagen haben. (Symbolbild)
Niedersachsen: Eine Mutter steht vor Gericht. Sie soll ihren Sohn geschlagen haben. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Petra Schneider

Hildesheim. Schlimmes Leid für einen Jungen aus Niedersachsen.

Seine Mutter (60) hat ihn geschlagen und fast verhungern lassen. Am Donnerstag musste sich die Frau dafür vor dem Landgericht Hildesheim (Niedersachsen) verantworten. Jetzt soll sie ins Gefängnis gehen.

Niedersachsen: Mutter lässt Sohn fast verhungern

Im Prozess gegen sie wurden an am Donnerstag die Plädoyers verlesen. Geplant war, am Nachmittag auch schon das Urteil zu verkünden, teilte das Landgericht Hildesheim mit.

Das war passiert: Polizisten hatten den völlig abgemagerten Siebenjährigen Mitte Juni 2020 in der Wohnung der Frau in Sarstedt in einem Schrank entdeckt, nachdem die Schule das Jugendamt alarmiert hatte. Zum diesem Zeitpunkt wog der Junge gerade einmal 13,8 Kilogramm. Die 60-Jährige gestand am ersten Verhandlungstag die ihr vorgeworfenen Taten.

Angeklagt sind auch drei Fälle aus den Jahren 2004 bis 2007. Damals hatte die Alleinerziehende ihren heute 29-jährigen ersten Sohn unter anderem mit einem Cuttermesser und einer Gabel angegriffen. Er war im Alter von 15 Jahren in ein Kinderheim geflüchtet.

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Laut Anklage brachte sie den Siebenjährigen durch Schläge mit einer Thermoskanne und durch den Essensentzug in einen potenziell lebensgefährlichen Zustand. Die Frau hatte sich den späten Kinderwunsch mit Hilfe einer Eizellen- und Samenspende in Spanien erfüllt.

Sie ist im Fall des Siebenjährigen wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Ihr droht eine Gefängnisstrafe. Zum Auftakt hatte sie mehrfach geweint und gesagt, ihr sei erst jetzt bewusst geworden, was sie gemacht habe. Am Mittag hieß es: Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll die 60-Jährige für drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis.

Sie hatte sich den späten Kinderwunsch mit Hilfe einer Eizellen- und Samenspende in Spanien erfüllt. Die 60-Jährige ist wegen teils schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt.(dpa)