Niedersachsen 

Kommunalwahlen in Niedersachsen: DARUM geht es für die Parteien!

Die Niedersachsen bestimmen bei den Kommunalwahlen, wer in ihren kommunalen Vertretungen sitzen darf – und wer draußen bleiben muss. (Archivbild)
Die Niedersachsen bestimmen bei den Kommunalwahlen, wer in ihren kommunalen Vertretungen sitzen darf – und wer draußen bleiben muss. (Archivbild)
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Hannover. Vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen blicken die Parteien mit ganz unterschiedlichen Erwartungen auf den Wahl-Ausgang am Sonntagabend.

Die Niedersachsen bestimmen bei den Kommunalwahlen, wer in ihren kommunalen Vertretungen sitzen darf – und wer draußen bleiben muss.

Kommunalwahlen in Niedersachsen: Was erhoffen sich die Parteien?

Am Tag der Kommunalwahlen – Sonntag, 12. September – werden aber nicht nur überall die Räte in Städten, Gemeinden und Kreisen gewählt, sondern auch zahlreiche Landräte und Bürgermeister. Was erhoffen sich die Parteien?

Kommunalwahlen in Niedersachsen: CDU will oben bleiben

Seit Jahrzehnten ist die CDU stärkste kommunale Kraft in Niedersachsen - und will es auch bleiben. Bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren holten die Christdemokraten in den Landkreisen und kreisfreien Städten 34,4 Prozent der Stimmen und lagen damit vor der SPD (31,2), den Grünen (10,9), der AfD (7,8), der FDP (4,8) und der Linken (3,3).

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Für die Union hat der Landesvorsitzende Bernd Althusmann den Anspruch klar definiert: „Wir treten an, um erneut stärkste Kraft in Niedersachsen zu werden und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schaffen können.“

Ziel sei es, in Dörfern und Städten mit einem klaren inhaltlichen und starken Personalangebot zu überzeugen. Nach Parteiangaben treten insgesamt knapp 10 000 Kandidatinnen und Kandidaten für die CDU an.

Kommunalwahlen in Niedersachsen: Gute Aussichten für SPD?

Auch die SPD hofft, bei diesen Kommunalwahlen stärkste Kraft zu werden. „Unser Ziel als SPD ist klar: Wir wollen die Wahlen gewinnen und stärkste Kommunalpartei in Niedersachsen werden. Dafür sehe ich auch gute Aussichten“, sagte Landeschef Stephan Weil. Die SPD in Niedersachsen sei tief verwurzelt in den einzelnen Kommunen, nicht erst seit dem Wahlkampf.

„In der Corona-Pandemie und auch den Jahren davor haben wir gezeigt, dass wir für die Menschen und ihre Anliegen da sind“, so Weil. Die Umfragen auf Bundesebene gäben zusätzlich Rückenwind. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl (26. September) sehen Umfragen die SPD auf Bundesebene mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz vorn.

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Kommunalwahlen in Niedersachsen: Grüne hoffen auf 20 Prozent

Die Grünen wollen bei den Kommunalwahlen ihr Ergebnis von 2016 (10,9 Prozent) verdoppeln. „Der positive Bundestrend sowie auch die große Zustimmung vor Ort im Wahlkampf zeigen: Den Menschen ist klar, dass die drängenden Probleme Klimaerhitzung und bezahlbares Wohnen im Bund und vor Ort angegangen werden müssen“, sagte der Landesvorsitzende Hanso Janßen. Optimistisch stimmt die Partei unter anderem ihr Mitgliederzuwachs.

Kommunalwahlen in Niedersachsen: AfD will sich ausbreiten

Die AfD hofft auf ein stabiles Abschneiden und gute Ergebnisse dort, wo die Partei bislang nicht vertreten ist. „Die AfD Niedersachsen konzentriert sich nicht auf vermeintlich vielversprechende Wahlbezirke, sondern will möglichst überall Ansprechpartner und Interessenvertreter der Bürger sein“, sagte Niedersachsen AfD-Generalsekretär Nicolas Lehrke. 2016 kam sie auf 7,8 Prozent.

Kommunalwahlen in Niedersachsen: FDP will mehr Mandate holen

Die FDP arbeitet für ein besseres Ergebnis. „Wir wollen mehr kommunale Mandate erreichen, um mehr von unseren inhaltlichen Positionen einbringen und uns insgesamt breiter aufstellen zu können“, sagte Landeschef Stefan Birkner. Die Partei sieht unter anderem die Digitalisierung als Schlüssel für den Wohlstand der kommenden Generationen. 2016 kam sie auf 4,8 Prozent.

Kommunalwahlen in Niedersachsen: Linke wollen deutlich zulegen

Die Linke will bei den Kommunalwahlen deutlich zulegen: Mehr als fünf Prozent ist mit Blick auf die Landtagswahlen im kommenden Jahr ihr erklärtes Ziel. Bei den anstehenden Wahlen tritt sie nach eigenen Angaben fast flächendeckend an, auch dort, wo sie 2016 nicht angetreten ist. Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2016 erreichte die Partei 3,3 Prozent.

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Kommunalwahlen in Niedersachsen: 20 kleine Parteien zugelassen

Neben den genannten Parteien sind weitere 20 zu den Kommunalwahlen zugelassen. Die allermeisten Kandidaten werden von einer der zugelassenen Parteien entsandt. Nach vorläufigen Angaben der niedersächsischen Landeswahlleitung bewerben sich insgesamt 71.225 Kandidatinnen und Kandidaten. 14.973 gehören einer der vielen Wählergruppen an, 456 gehen als Einzelbewerber ins Rennen. (dpa/red)