Niedersachsen 

Corona in Niedersachsen: Friseure verzweifeln wegen 2G-plus-Regel – Kunden sagen reihenweise ab

Corona in Niedersachsen: Frisöre beklagen viele Terminabsagen, weil in den Salons 2G-Plus gilt. (Symbolbild)
Corona in Niedersachsen: Frisöre beklagen viele Terminabsagen, weil in den Salons 2G-Plus gilt. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Shotshop

Für die Friseure in Niedersachsen wird es wegen Corona schon wieder eng.

Etliche Kunden sagen ihren Friseurbesuch in Niedersachsen ab, weil in den Betrieben die 2G-plus-Regel gilt. Dabei leiden die Salons bis heute unter den Auswirkungen der letzten beiden Corona-Lockdowns.

Corona in Niedersachsen: Friseure verzweifelt – Kunden sagen Termine wegen 2G-plus ab

Jetzt fürchten sie weitere Umsatzrückgänge. „Es ist alles nicht ausgereift und leider trifft es wieder eine Branche, die schon gebeutelt ist durch die beiden Lockdowns, die wir hatten“, sagte die Landesinnungsmeisterin des niedersächsischen Friseurhandwerks, Manuela Härtelt-Dören, der Deutschen Presse-Agentur.

Nötig ist jetzt ein negativer Corona-Test, doch wegen fehlender Testkapazitäten gingen bei den Betrieben im Land bereits zahlreiche Termin-Absagen ein. Für den Dezember, laut Verband einer der umsatzstärksten Monate im Jahr, erwartet die Innungsmeisterin aus Göttingen einen Umsatzrückgang von 30 bis 40 Prozent.

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Corona in Niedersachsen: Friseure stellen DIESE Forderung

Die Friseure fordern daher die Landesregierung auf, wieder nach 3G oder zumindest nach 2G arbeiten zu dürfen. Ein Nachweis über den Impfung oder Genesenenstatus würde dann wieder ausreichen. Wer derzeit zum Friseur will, muss auch einen negativen Testnachweis vorlegen. Dafür muss man an vielen Testzentren derzeit lange anstehen.

Härtelt-Dören fürchtet, dass durch die schärferen Regeln in Niedersachsen Kundinnen und Kunden für Friseurtermine in Nachbarbundesländer oder auch in die Schattenwirtschaft abwandern werden.

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Aus Sicht der Innungsmeisterin fehlt es im Pandemie-Management an einem Dialog zwischen Politik und den Fachverbänden. „Was uns nun auf die Füße fällt, wo wir vom Friseurhandwerk, aber auch die Gastronomen bestraft werden, ist die Unfähigkeit der Politiker in diesem Sommer gewesen, Strategien zu entwickeln, wie wir durch den Winter kommen“, sagte Härtelt-Dören.

Die Friseure arbeiteten nach den ersten beiden Lockdowns noch immer mit strengen Hygiene-Auflagen und Abstandsregeln. Unternehmen hätten daher Salons nicht auslasten können und Mitarbeiter bis zuletzt in Kurzarbeit schicken müssen, sagte Härtelt-Dören. „Nun uns auch noch 2G-plus aufzudrücken, das ist wirklich bitter.“ (dpa mit vh)