Niedersachsen 

Region Hannover: Juliane Block aus Sehnde produziert Netflix-Hit – „stehe auf Sachen, die eigenartig sind“

Ein Film einer Regisseurin aus Sehnde läuft nun bei Netflix. (Symbolbild)
Ein Film einer Regisseurin aus Sehnde läuft nun bei Netflix. (Symbolbild)
Foto: dpa

In Deutschland ist Juliane Block eher eine Unbekannte, was verwunderlich ist angesichts zahlreicher Auszeichnungen auf internationalen Filmfestivals. Die Regisseurin aus der Region Hannover, genauer gesagt aus Sehnde, ist dagegen in Großbritannien ein großer Hit, und auch in Asien konnte sie sich einen Namen machen.

Nun läuft einer ihrer Filme auf einer der größten Streaming-Plattformen der Welt: Netflix hat den Film „8 Remains“ von 2018 nun ins Repertoire aufgenommen.

Film von Regisseurin aus Region Hannover läuft bei Netflix - doch kaum einer in Deutschland kennt sie

In dem Film geht es um eine Frau, die während ihrer Ermordung durch ihren Liebhaber (einen Serienkiller) zu wichtigen Ereignissen in ihrem Leben in der Zeit zurückreist und versucht diese zu ändern. Doch der Mörder findet und jagt sie auch dort. Sie befindet sich in einer Art Parallelwelt, in der sie immer tiefer versinkt. Ob sie es am Ende schafft? Das kannst du dir bei Netflix anschauen.

Für Juliane Block ist das Genre der „etwas merkwürdigen Filme“ genau das richtige. Gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ beschrieb sie dieses Phänomen so: „Ich habe von meiner Mutter immer Make-Up geklaut und Monster gemacht anstelle von schön. Ich wehre mich ein bisschen gegen Horror, aber ich stehe immer noch auf Sachen, die eigenartig sind.“

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Die Regisseurin hat viele Jahre in Asien gelebt. Als sie 2011 wieder nach Deutschland kam, wollte sie in der deutschen Filmindustrie Fuß fassen, so die 44-Jährige. Doch das sei sehr hart gewesen. Da traf sie die Autorin Laura Sommer. „Sie hatte ein bisschen Geld zum Investieren übrig und ich wollte einen Film drehen. Also verfilmten wir „8 Remains“, eine ihrer Geschichten, mit ihrem Geld als Startkapital.“

Film ist einer von vielen in ihrem „eigenartigen“ Genre

Juliane Block hat noch andere „eigenartige“ Filme gedreht. In einem geht es um eine Frau, die nach ihrem Kidnapping auf ihren Vergewaltiger trifft („3 Lives“), in einem anderen geht es um zwei Schwestern, die zusammen eine Reality-Show betreiben („Kinks“).

Studiert hat Juliane Block Industriedesign in Braunschweig, machte vorher eine Ausbildung zur Bauzeichnerin. Als sie bei einem Diplomprojekt mit einem Kommilitonen den Film für sich entdeckte, ging sie nach Asien, um dort Fuß zu fassen. Was ihr auch gelungen ist.

Den deutschen Markt hat sie noch nicht ganz erobern können. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. (fb)