Niedersachsen 

Niedersachsen: 23 Tonnen Kokain-Schmuggel! Polizei schnappt Banden-Chefs

Neue Großrazzia im Clan-Milieu in Berlin und Brandenburg

Neue Großrazzia im Clan-Milieu in Berlin und Brandenburg

Neue Großrazzia im Clan-Milieu: Beamte haben in Berlin und Brandenburg mehr als 20 Wohnungen und Häuser durchsucht und zwei Menschen festgenommen.

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Hannover. Nach einer Großrazzia in Niedersachsen haben die Beamten jetzt auch die führenden Köpfe der Drogen-Bande geschnappt.

Die Polizei hatte 35 Objekte in Niedersachsen durchsucht. Die Verdächtigen sollen ganze 23 Tonnen Kokain nach Europa geschmuggelt haben – elf Personen sind festgenommen worden. Jetzt sind auch die führende Köpfe verhaftet worden.

Niedersachsen: Polizei nimmt Banden-Chefs fest

Bei einem Schlag gegen international agierende Rauschgifthändler haben die Fahnder auch den mutmaßlichen Chef der Bande festgenommen. Wie das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) mitteilte, wurde am frühen Donnerstagmorgen ein 39-jähriger Deutscher mit Hilfe der örtlichen Polizei in Dubai gefasst.

Der gebürtige Hannoveraner habe sich schon Ende 2020 in die Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten abgesetzt. Damals habe sein langjähriger Freund die Geschäfte in Hannover übernommen. Der 43-Jährige sei gemeinsam mit zwei Komplizen Mitte März 2022 in Spanien festgenommen worden. Auch er sei ein führender Kopf.

Niedersachsen: Polizei gelingt Mega-Schlag

Der Gruppe wird unter anderem vorgeworfen, mehr als 23 Tonnen Kokain aus Süd- und Mittelamerika in die Europäische Union verschifft zu haben. Ihr wird auch der Rekordfund von 16 Tonnen Kokain im Februar 2021 im Hamburger Hafen zugeordnet. Das Rauschgift befand sich in Containern aus Paraguay. Laut LKA tarnten die mutmaßlichen Täter die Drogen mit Hilfe von Waren. So hätten sie Kokain in Spachtelmasse-Blechdosen versteckt. Auch Bananen- und Kaffeelieferungen seien zur Drogenverschleierung genutzt worden.

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Schon am Mittwoch gab es Durchsuchungen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, den Niederlanden, Belgien, Spanien und Paraguay. Dabei wurden der Behörde zufolge zahlreiche Beweismittel sichergestellt sowie Vermögenswerte in Millionenhöhe beschlagnahmt. Allein in Deutschland wurden elf Beschuldigte festgenommen, wie es hieß. (dpa/jko)