Niedersachsen 

Niedersachsen: „Verlust wiegt schwer“ – so schlimm steht es wirklich um unseren Wald

Das ist der Harz

Das ist der Harz

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Braunschweig. Traurige Nachrichten aus Niedersachsen: Unserem Landeswald geht's immer schlechter.

Schuld daran ist aber nicht nur die Borkenkäfer-Plage – auch die Trocken-Periode in Niedersachsen macht den Wäldern zu schaffen.

Landesforsten aus Niedersachsen erzielen Gewinn – doch die Stimmung ist mies

Eigentlich gibt es einen Grund zu feiern: Die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) sind wieder in der Gewinnzone – doch trotzdem blicken sie nur sehr verhalten auf das Geschäftsjahr 2021 zurück.

Der Überschuss von 42,38 Millionen Euro sei nur vordergründig ein gutes Ergebnis, über das sich Förster beim Blick in den Wald nur bedingt freuten, sagte NLF-Präsident Klaus Merker am Dienstag in Braunschweig.

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Das sind die Niedersächsischen Landesforsten:

  • Gründung: 2005
  • Öffentliches Unternehmen
  • Bewirtschaftet niedersächsischen Landeswald
  • Hauptsitz in Braunschweig
  • Leitung: Klaus Merker & Klaus Jänich

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Das Millionenplus ist laut Merker die Folge wieder gestiegener Holzpreise und einer zwangsläufigen Nutzung des Schadholzes wegen Borkenkäferbefalls. Zuletzt hatten die Landesforsten zwei Jahre Verluste verbucht.

Darunter leiden Wälder in Niedersachsen zunehmend

Die vergangenen Dürrejahre mit der folgenden historischen Borkenkäfer-Plage hätten mittlerweile 37.000 Hektar Wald allein in den Landesforsten geschädigt. „Der Substanzverlust wiegt schwer“, sagte Merker in seiner Bilanz.

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Die Kosten durch die Folgen des Klimawandels bezifferte er für die vergangenen fünf Jahre auf 650 Millionen Euro. „Der Klimawandel kostet uns richtig viel Geld“, sagte Merker. Für die Wiederaufforstung rechnet er mit jährlichen Kosten von etwa 20 Millionen Euro. (dpa/red.)