Veröffentlicht inNiedersachsen

Flughafen Hannover: „Kein Hochsicherheitstrakt“ – brisante Aussage nach Geiselnahme in Hamburg

Die Geiselnahme am Hamburger Flughafen sorgte kürzlich für Aufruhr. Jetzt spricht die Bundespolizei über die Sicherheit am Flughafen Hannover.

Flughafen Hannover Polizei
© Bodo Marks/dpa

Das sind die größten Flughäfen der Welt

Wir stellen die größten Flughäfen der Welt vor.

Erst kürzlich hielt eine Geiselnahme am Hamburger Flughafen viele in Atem. Kurz darauf wurde von der Deutschen Polizeigewerkschaft Kritik zum Schutz von Flughäfen laut. Auch die Bundespolizei Hannover spricht nun über die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen der Landeshauptstadt.

Der Flughafen Hannover hat jetzt allerdings eine brisante Aussage nach der Geiselnahme in Hamburg gemacht.

Flughafen Hannover: Mehr Schutz nach Geisel-Drama

Am Samstagabend (4. November) raste ein Mann durch die Tore des Hamburger Flughafens. In seinem Auto saß außer ihm auch seine vierjährige Tochter. Nach seinem Eindringen in den Flughafen fielen zwei Schüsse. Ganze 18 Stunden hielt die Geiselnahme die Polizei in Aufruhr und sorgte für zahlreiche ausgefallene Flüge, bevor der Mann festgenommen und seine Tochter befreit werden konnte.

+++ Schüsse am Hamburger Flughafen! Mann hält Tochter (4) als Geisel ++ Polizei befreit sie ++ Flugbetrieb wieder aufgenommen +++

Auch am Sonntag sind die Flüge am Flughafen Hamburg noch ausgefallen und das Gelände wurde geräumt. In Vernehmungen mit dem Verdächtigen fand die Polizei heraus, dass es sich um einen Sorgerechtsstreit handelt und der Vater mit seiner Tochter in die Türkei ausreisen wollte. Nach dem Vorfall forderte der stellvertretend Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Heiko Teggatz, stärkeren Schutz an Flughäfen. Das gilt nicht nur für den Flughafen Hamburg, sondern auch für einen großen Flughafen in unserer Region.

Flughafen Hannover: „Kein Sicherheitstrakt“

Der Flughafen Hannover ist für viele in unserer Gegend der Abflughafen, wenn es in den Urlaub geht. Mit vielen nationalen und internationalen Flügen ist der Flughafen ein wichtiges Drehkreuz im Flugbetrieb. Nach der Geiselnahme in Hamburg meldet sich nun auch die Bundespolizei Hannover zu der Sicherheit am Flughafen zu Wort. Vor einiger Zeit kam es nämlich auch an diesem Flughafen schon zu einem brisanten Vorfall.


Erfahre mehr News:


Nach der Geiselnahme im Flughafen Hamburg berichtet auch die Bundespolizei Hannover über Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen. So geht sie von einer Verbesserung der Sicherheit für Personal und Passagiere aus, der Sprecher der Bundespolizei für den Flughafen Hannover, Detlef Zieling, sagt der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung aber auch, „einen 100-prozentigen Schutz könne es nicht geben.“ Weiter sagt er, „ein Flughafen ist kein Sicherheitstrakt.“ Die Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen Hannover wurden aber bereits vor einigen Jahren nach einem gefährlichen Vorfall stark verbessert.

21-Jähriger rast auf Vorfeld in Hannover

Nachdem ein 21-jähriger Mann im Dezember 2018 in seinem Auto auf das Vorfeld des Flughafen Hannover gerast ist, musste der Flugverkehr zu den Feiertagen zeitweise eingestellt werden. Ein Terrorangriff konnte damals schnell ausgeschlossen werden. Der Mann stand allerdings unter dem Einfluss starker Drogen. Nach dem Vorfall wurden technische Anlagen verbessert und Zäune, Tore und Durchfahrten nachgerüstet.

Bei dem Vorfall in Hamburg vor wenigen Tagen dürften ein paar mehr Fluggäste betroffen gewesen sein. 152 Starts und 162 Landungen mussten eingestellt werden. Einige von ihnen wurden zum Flughafen Hannover umgeleitet. Dort kamen zwischen Samstag und Sonntag zusätzliche 20 Flüge an. Wie viele Reisende genau von dem Vorfall betroffen waren, ist allerdings nicht bekannt.