Peine 

Hund im Tierheim Peine abgegeben – Tierliebhaberin mit deutlichen Urteil: „Der Blick spricht Bände“

Ein Rottweiler schaut traurig in die Kamera. (Symbolbild)
Ein Rottweiler schaut traurig in die Kamera. (Symbolbild)
Foto: imago images/Ardea

Peine. Ein Hund schaut in die Kamera, die Mitarbeiter des Tierheims Peine haben ihm einen Maulkorb umgelegt. So solle er die ersten Tage besser eingeschätzt werden, heißt es vom Tierheim.

Der Hund im Tierheim Peine ist ein Rottweiler, heißt Askan und ist er vor kurzem dort aufgenommen worden. Zu den Hintergründen, warum der vier Jahre alte Hund abgegeben wurde, ist nichts bekannt.

Hund im Tierheim Peine sucht neues Zuhause

Der Blick, den der Rottweiler dem Fotografen zu wirft, ist herzzerreißend. Traurig schaut Askan über seinen Maulkorb hinweg, nahezu flehend wirkt es auf den Menschen.

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Kommentatorin will traurigen Blick erkannt haben

Eine Kommentatorin schreibt unter das Bild des Hundes: „Der Gesichtsausdruck bzw. der Blick sprechen Bände. Wenn man sich etwas auskennt sieht man eine große enttäuschte Hundeseele. Er wird irgendetwas erfahren haben, was ihn auf der Vertrauensebene massiv getroffen hat.“ Von sich selbst behauptet die Frau, dass sie 30 Jahre Erfahrung mit Hunden hat. Ihr Urteil: „Ich finde man sieht ihm deutlich an, dass er nicht von Grund auf böse ist.“

Dass der Hund nicht böse ist, bestätigt auch das Tierheim. Denn die Mitarbeiter beschreiben den Rüden als absolut lieb gegenüber Frauen, wenn auch sehr skeptisch bei Männern.

Das gleiche gelte für seine Artgenossen: Hündinnen könne er gut leiden, bei anderen Rüden sei es von Tier zu Tier unterschiedlich.

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Trauriger Hundeblick bedeutet nicht immer wirklich Trauer

Dass der Hund allerdings traurig und enttäuscht schaut, das ist nicht unbedingt bewiesen. Zwar weiß man dank Studien, dass Hunde wirklich Trauer, Freude, Angst und Erleichterung zeigen können, Scham zum Beispiel aber nicht. Die Tiere bleiben laut dem Magazin „Mein Haustier“ gefühlsmäßig auf der Ebene eines gesunden zweijährigen Menschens.

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Der Haushund als Begleiter des Menschen:

  • Domestizierung fand vor etwa 15.000 bis 100.000 Jahren statt
  • die wilde Stammform ist der Wolf
  • weltweit gibt es etwa 500 Millionen Haushunde
  • allein in Deutschland leben 9 Millionen als Haustiere

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Oft werden laut Experten Angst und Unsicherheit mit Scham verwechselt. Genauso ist es mit Traurigkeit und Aufmerksamkeit. Und: Hunde können bewusst traurig gucken, wenn sie merken, dass der Mensch dann fürsorglicher reagiert.

Maulkorb verhindert Deutung der restlichen Mimik

Dass Askan auf dem Bild wirklich traurig und enttäuscht schaut, bleibt vorerst offen. Da aufgrund des Maulkorbs auch der Rest der Mimik nicht zu erkennen ist, sind Gefühle bei dem Hund schwer zu deuten.

Klar ist aber definitiv: Askan sucht ein neues Zuhause und sollte sein Leben nicht im Tierheim verbringen müssen.

Du hast Interesse an dem Rottweiler? Dann melde dich beim Tierheim Peine unter 05171-52558. (fb)