Peine 

Corona in Peine: Doch nicht geimpft! Chef erwischt Mitarbeiter mit Fake-Impfpass

Immer mehr Menschen faken ihren Nachweis für die Corona-Schutzimpfung. (Symbolbild)
Immer mehr Menschen faken ihren Nachweis für die Corona-Schutzimpfung. (Symbolbild)
Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde

Peine. Diesem Chef aus Peine entgeht nichts! Auch nicht der gefälschte Corona-Impfnachweis seines Mitarbeiters.

Denn er will sich der Corona-Schutzimpfung und 3G-Regel am Peiner Arbeitsplatz entziehen – doch hat die Rechnung ohne seinen Boss gemacht.

Corona: Immer mehr Fake-Impfpässe in Peine

Das Thema Corona ist noch lange nicht vom Tisch. Schon gar nicht durch die neuen Mutationen. Gerade durch das Voranschreiten der Variante Omikron ist es besonders wichtig, dass sich viele Menschen gegen das Virus impfen lassen.

Denn dadurch sinkt das Risiko sich selber oder andere anzustecken.Mittlerweile gibt es auch klare Regeln für Ungeimpfte: Kontaktbeschränkungen im Privaten und Testpflicht am Arbeitsplatz. Doch nicht alle halten sich an die Vorschriften. Immer mehr Menschen greifen zu Tricks, um sich der Impfkampagne zu entziehen und mehr Freiheiten zu genießen.

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Corona in Niedersachsen (Stand 23. Dezember):

  • 7-Tage-Inzidenz: 155,5
  • Corona-Todesfälle insgesamt: 6.747
  • Impfquote (mindestens Erstimpfung): 75,6 Prozent
  • 7-Tage-Inzidenz LK Peine: 136,9

Quellen: RKI-Dashboard, DIVI-Intensivregister, Impfdashboard

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Der neue Trend: Besitz eines gefakten Impfpasses: „Leider denken diese Menschen gar nicht über die Konsequenzen für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger oder sich selbst nach“, weist die stellvertretende Peiner Kreissprecherin, Katja Schröder, hin.

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Corona in Peine: Misstrauischer Chef überführt Impf-Betrüger

Und die gefälschten Pässe werden nicht nur im Privaten auf den Tisch gelegt – auch am Arbeitsplatz häufen sich die Vorfälle. Das hat auch ein Mann aus Peine versucht. Angeblich hat er sich Ende November in Berlin mit dem Impfstoff Johnson & Johnson impfen lassen. Doch warum sollte jemand nur zum Impfen nach Berlin fahren, obwohl das Angebot im eigenen Landkreis riesig ist?

Außerdem äußerte der Verdächtigte schon häufiger seine Ablehnung gegen die Schutzimpfung bei Kollegen. Das alles machte seinen Chef stutzig. Deswegen informierte er den Landkreis Peine und machte sich selbst an die Recherche.

Und Bingo: Der Arzt aus Berlin impft gar nicht. Mit diesem kleinen, aber feinen Indiz suchte er das Gespräch mit seinem Angestellten. Der Mann konnte sich aus seinem Schlammassel nicht mehr rausreden und gestand den Betrug.

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„Der Landkreis Peine würde sich wünschen, dass alle Arbeitgeber und alle anderen Personen, die Impfausweise kontrollieren müssen, dieses mit einer solchen Sorgfalt machen, wie es dieser Vorgesetzte getan hat“, lobt Katja Schröder den Peiner Gewerbetreibenden.

Die arbeitsrechtlichen Folgen dürften jetzt wohl die kleinsten Sorgen des Mannes sein. Denn für Impf-Betrug drohen auch strafrechtliche Konsequenzen. (mbe)