Peine 

Peine: „Ihr macht uns alle kaputt“ – Lkw und Trecker demonstrieren gegen die Spritpreise

Rettungsgasse: So bildest du sie richtig

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Wenn sich der Verkehr außerorts staut, muss in Deutschland eine Rettungsgasse gebildet werden. Das musst du dabei beachten.

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Peine. Die Bauern aus der Region leiden unter den enormen Spritpreisen. Bei vielen Landwirten aus Peine sorgt das sogar für Existenzängste.

Deshalb zog es ein Dutzend von ihnen am Donnerstagvormittag auf die Straßen von Peine. Gemeinsam demonstrierten sie gegen die hohen Diesel-Kosten.

Peine: Erntebeginn unter miesen Voraussetzungen

Und verschafften sich damit ordentlich Gehör! Denn für viele Bauern sind die hohen Dieselpreise vor allem zu Beginn der Erntezeit kaum tragbar. Auch Lohnunternehmer Heinrich Schaper nahm am Demo-Zug in Peine teil.

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Das ist die Stadt Peine:

  • Die um 1220 gegründete Stadt ist das Zuhause von rund 50.000 Menschen
  • Sie ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises
  • Die Stahlindustrie machte die Stadt bekannt: Noch heute ist der „Peiner (Träger)“ in der Bauwirtschaft ein Synonym für eine bestimmte Art Stahlträger

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Im Gespräch mit unserem Reporter erklärte er, dass er enorm unter den Diesel-Kosten leide und deutliche Einbußen einfahre. Mit über 15 festangestellten Mitarbeitern gehe es nicht nur um seine Zukunft, sondern auch um die seiner Belegschaft.

Unangekündigte Sprit-Demo in Peine

Bereits letzte Woche fand eine ähnliche Aktion statt – allerdings unangemeldet. „Uns ist es einfach durchgegangen“, beklagte Schaper sein Leid. Sie waren unzufrieden mit der Situation und wollten auf sich aufmerksam machen.

Doch dieses Mal meldeten die Landwirte ihren Demo-Zug an. (Mehr dazu hier)

Auch Mitarbeiterin Theresa protestierte auf der Celler Straße. So möchte die 24-Jährige ihren Chef unterstützen. Sie könne sich nur zu gut vorstellen, wie sehr ihn die finanziellen Probleme belasten würden. „Wir bemerken es ja schon privat in unserem Portemonnaie“, ergänzte Theresa. „Da sind es aber nur ein paar Liter, die wir tanken müssen. In einen Trecker passen gleich mal ein paar Hundert Liter.“

Straße für eine Stunde in Peine gesperrt

Die rund 15 teilnehmenden Trecker und Lkws waren mit Plakaten und Bannern ausgestattet. Mit Aufschriften wie: „Ihr macht uns alle kaputt“ oder „Stoppt die Tank-Abzocke“ machten die Landwirte ihre ernste Lage deutlich.

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Ab 11 Uhr waren auf der Celler Straße streckenweise drei von vier Fahrspuren gesperrt. Allerdings kam es laut Polizei Peine zu keinen überfüllten Nebenstraßen. Nach einer Stunde nahm der Verkehr wieder normal Fahrt auf. (mbe)