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Kreis Peine: Traurige Entdeckung auf einem Feld – dass er noch lebt, grenzt an ein Wunder

Die Geschichte dieser Fellnase aus dem Kreis Peine ist eine ganz Besondere. Eine Tierheim-Mitarbeiterin spricht von ihrem „Helden“.

© IMAGO / Karina Hessland / Tierheim Peine

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Wenn Jennifer Semmler von Bandit erzählt, dann spricht die stellvertretende Tierheimleiterin aus Peine von ihrem ganz persönlichen Helden. Denn dass das Kaninchen jetzt munter im Tierheim vor sich hinmümmelt, grenzt an ein Wunder.

Als die Fellnase auf einer Wiese im Kreis Peine gefunden wurde, ging es ihr nämlich alles andere als gut.

Kreis Peine: Tierheim-Mitarbeiterin macht schockierende Entdeckung

Das Kaninchen war gemeinsam mit einem Weibchen in der Feldmark unterwegs. Wie lange? Das weiß niemand so genau. Auch nicht, ob die beiden flauschigen Gefährten ausgesetzt wurden oder vielleicht ausgebüxt sind. Klar war nur, dass die beiden in freier Wildbahn nicht überleben würden. Schließlich sind es keine Wildkaninchen.

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Und Bandit hatte außerdem sein ganz persönliches Päckchen zu tragen. Von dem ahnte Jennifer allerdings noch nichts, als sie die Fellnasen einfing. „Ich habe das erst gar nicht gesehen“, erinnert sich die stellvertretende Tierheimleiterin im Gespräch mit News38 zurück. Doch dann sei ihr das Hinterbein des Männchens ins Auge gesprungen. Oder zumindest das, was noch davon übrig war.

„Die Knochen ragten schon heraus“

Denn das Kaninchen war offenbar nur noch mit einem halben Hinterbein unterwegs – und das nicht erst seit einem Tag. „Der Knochen ragte schon heraus und drumherum war es schon schorfig“, sagt Jennifer. Und es war nicht die einzige Wunde, mit der die Fellnase zu kämpfen hatte. Auch auf seinem Rücken klaffte eine große Wunde. „Dass die nicht voller Maden war“, wundert sich Jennifer bis heute.

Für das Kaninchen-Paar ging es erstmal ins Tierheim. Und von dort aus dann für Bandit zum Tierarzt. Operation inklusive. Dabei wurde der Stumpf komplett entfernt. Doch wer jetzt denkt, dass Bandit seither an Lebensqualität eingebüßt hat, der täusche sich. „Mittlerweile geht es ihm gut“, betont die Tierpflegerin. „Die Lebensqualität ist da. Er frisst gerne und springt voller Freude.“


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Das einzige, worauf er gerade verzichten muss: Die unmittelbare Gesellschaft seiner Kaninchen-Freundin. Denn aktuell sitzen die beiden getrennt im Tierheim. Bandit ist schließlich noch nicht kastriert und so will man vermeiden, dass direkt Nachwuchs entsteht – falls der nicht sowieso schon im Anmarsch ist, schließlich hat das Pärchen auch einige Zeit zusammen im Freien verbracht. Die Zeit wird es wohl zeigen.