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Eintracht Braunschweig sortierte ihn aus – jetzt ist er Nationalspieler

Die traditionsreiche Geschichte von Eintracht Braunschweig

Die traditionsreiche Geschichte von Eintracht Braunschweig

An Eintracht Braunschweig dürfte Onur Bulut nicht viele gute Erinnerungen haben. In seinen zwei Jahren als Löwe wäre er fast von der zweiten in die vierte Liga durchgereicht worden.

Als teurer Bankdrücker wollte Eintracht Braunschweig ihn loswerden, löste den Vertrag auf. Wie Peter Vollmann wohl nun darüber denkt? Heute, drei Jahre später, erfüllt sich Buluts Lebenstraum. Er ist Nationalspieler.

Eintracht Braunschweig sortierte ihn aus – jetzt ist Onur Bulut Nationalspieler

In Bochum ausgebildet, in Freiburg Bundesliga gespielt, bei der Eintracht abgestürzt. Die ersten Jahre als Profi waren für Onur Bulut eine einzige Achterbahnfahrt.

Braunschweig wurde zum Tiefpunkt. Nach Abstieg und Fast-Abstieg war der als Hoffnungsträger gekommene Rechtsverteidiger Bankdrücker. Man einigte sich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung, Bulut ging in die Türkei.

Bulut erfüllt sich seinen Lebenstraum

Auch dort hatte er Anlaufschwierigkeiten, musste sich durchbeißen – und tat es. Bei seiner dritten Station in der Türkei, Kayserispor, blüht der gebürtige Sauerländer nun richtig auf.

Onur Bulut bedrückt im Trikot von Eintracht Braunschweig.
Bei Eintracht Braunschweig lief für Onur Bulut wenig zusammen. Foto: imago images / Hübner

So sehr, dass er sich im gehobenen Fußballeralter noch einen Lebenstraum erfüllen konnte. Mit 28 Jahren wurde er erstmals für die türkische Nationalmannschaft nominiert.


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Das 3:3 gegen Luxemburg sah Bulut von der Bank aus. Am Sonntag gegen Färoer winkt der erste Einsatz für das Land, für das er sich nach einst vergeblichen Anläufen in Deutschlands U20-Nationalmannschaft entschieden hatte.

In Braunschweig dürfte man die Entwicklung des Ex-Löwen mit Verwunderung genau beobachten. Das war zu seinen Zeiten an der Hamburger Straße nämlich ganz und gar nicht abzusehen.