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Eintracht Braunschweig: Michael Schiele bricht sein Schweigen – Ex-Trainer schwer enttäuscht

Er erreicht die Ziele – und musste Eintracht Braunschweig trotzdem verlassen. Nun spricht Michael Schiele erstmals Klartext über sein Aus.

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Wilde Jahre! Eintracht Braunschweig und die Angst vor dem Fahrstuhl

Die jüngste Historie von Eintracht Braunschweig ist von zahlreichen Auf- und Abstiegen geprägt. Wir zeigen dir die wilde Achterbahnfahrt des Traditionsvereins.

Er stieg mit Eintracht Braunschweig auf, als das noch gar nicht geplant war. Er hielt mit den Löwen die Klasse, beendete die Fahrstuhlfahrt. Und trotzdem musste Michael Schiele anschließend gehen.

Obwohl er alle Saisonziele erreicht hatte, warf Eintracht Braunschweig Schiele nach dem Zitter-Klassenerhalt aus. Sieben Monate später bricht der gechasste Ex-Trainer jetzt sein Schweigen.

Eintracht Braunschweig: Schiele spricht über sein Aus

Alle Ziele erreicht, das Derby gewonnen, eine Pokal-Sensation bejubelt – und trotzdem war Schluss. Mit der Trennung von Michael Schiele hatte der BTSV im vergangenen Sommer für einen Paukenschlag gesorgt. Für Begeisterung sorgte diese Entscheidung nicht gerade, denn Schiele war im und um den Klub sehr beliebt. Und aufgegangen war sie auch nicht. Nachfolger Jens Härtel wurde nach nur elf Spielen und einem katastrophalen Start wieder entlassen.

+++ Eintracht Braunschweig: Nächster Nackenschlag! Spieler droht das Aus +++

Heute hat sich die Eintracht unter Daniel Scherning berappelt. Doch wie denkt eigentlich Schiele über sein überraschendes Aus an der Hamburger Straße. Nun hat er erstmals über die Trennung gesprochen. Kaum überraschend hat ihn die Entscheidung ziemlich enttäuscht.

„Es ist enttäuschend“

„Wir haben uns verabschiedet, Schwamm drüber, der Verein hat sich anders entschieden“, kühle Worte ohne Groll wählt Schiele im Eintracht-Podcast „Gegengerade“ über sein Aus. Dann lässt er aber doch durchblicken, dass ihn die Trennung wurmt. „Es ist enttäuschend, dass man nach diesen Erfolgen freigestellt wird – und das zehn Tage nach der Saison. Aber es ist so im Fußball. Ich verstehe auch nicht immer alles, was im Fußball passiert.“

Nun wird deutlich, dass Schiele bis heute das Verständnis dafür fehlt, was der damalige Eintracht-Boss Peter Vollmann entschieden hatte. Die fehlende Entwicklung der Mannschaft war damals als Trennungsgrund aufgeführt. Das sieht Schiele naturgemäß anders. „Es war eine klare Entwicklung da“, hält er dagegen.


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„Das war damals gar nicht schön“, so Schiele über die Freistellung. „Heute sehe ich nur die positiven Seiten dieser Zeit. Ich habe viele Freunde gefunden, kann mich in der Stadt glaube ich noch sehen lassen. Ich will die zwei Jahre nicht missen.“