Wolfenbüttel 

Kreis Wolfenbüttel: Mädchen trauert um überfahrene Katze – „Wir gehen von Absicht aus“

Eine Katze im Kreis Wolfenbüttel starb auf der Straße. Steckt böse Absicht dahinter?
Eine Katze im Kreis Wolfenbüttel starb auf der Straße. Steckt böse Absicht dahinter?
Foto: imago images / Chromeorange

Remlingen. Ein Haustier zählt für viele Tierfreunde zur Familie dazu. Ist es plötzlich nicht mehr da, ist das ein harter Schlag. So auch für ein Mädchen aus Remlingen im Kreis Wolfenbüttel, dass kurz vor Weihnachten um ihre geliebte Katze Anni trauert.

Vor wenigen Tagen ist das Tier von einem Auto in Remlingen im Kreis Wolfenbüttel angefahren worden und am Straßenrand des Assewegs verstorben. Die Eltern des Mädchens haben eine schlimme Vermutung, wie es soweit kommen konnte: „Wir gehen von Absicht aus!“

Kreis Wolfenbüttel: Traurige Szene in der 30er-Zone – Familie trauert um Katze

„Unsere Katze hat sich nur ein paar Meter weiter zum Nachbarn in die Einfahrt geschleppt, wo sie dann auch verstorben ist“, schildert Familienvater Sebastian die traurigen Geschehnisse. Hätte der Verursacher nach dem Unfall nur wenige Minuten investiert, um zu helfen, hätte der Katze vielleicht noch das Leben gerettet werden können.

Doch dieser habe sich weder um das Tier gekümmert, noch in der Nachbarschaft Bescheid gegeben. „Wir gehen von Absicht aus, da uns der Tierarzt bestätigt hat, das sie direkt frontal getroffen wurde“, meint der Familienvater. Möglicherweise sei der Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen, erlaubt war Tempo 30.

Das sorgt bei der Familie für Wut

„Wir wissen, dass das an einer Straße immer passieren kann.“ Doch die Rücksichtslosigkeit des Fahrers sorge bei ihm für Wut. Auch wegen seiner Tochter, die den Verlust der tierischen Freundin noch immer betrauert.

„Da sie auch so auf uns geprägt war, fehlt sie schon sehr. Gerade bei meiner Frau und meiner Tochter. Die warten im Prinzip jede Minute drauf, dass man die Katzenklappe hört und sie reinkommt.“ Die Katze sei sehr anhänglich gewesen, sei im Alter von acht Wochen von der Mama verstoßen und anschließend von der Familie mit der Hand aufgezogen worden.

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Die Familie hofft nun, den Täter zu finden. Doch eine andere Sache ist Sebastian noch bedeutender: „Wichtiger ist, dass noch mehr Leute aufgeklärt werden und sich damit an die 30er Zone halten.“

Damit könne man eben nicht nur menschliches, sondern auch tierisches Leben schützen. Anscheinend zeigt sein Appell Wirkung: Seit dem tragischen Vorfall fahren zumindest die Nachbarn mit mehr Bedacht in der seiner Straße. (vh)