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VW-Chef Diess hat große Pläne fürs neue Topmodell in Wolfsburg – DAMIT will Volkswagen Tesla hinter sich lassen

VW-Chef Diess hat große Pläne fürs neue Topmodell in Wolfsburg – DAMIT will Volkswagen Tesla hinter sich lassen

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Um Infektionen mit dem Coronavirus zu verhindern, setzt VW auf Entzerrung. Foto: Swen Pförtner/dpa

Wolfsburg. 

VW

treibt die Entwicklung und Produktion eines eigenen Elektromodells für den Stammsitz Wolfsburg viel schneller voran als zunächst geplant.

Das von der anlaufenden ID-Familie weitgehend unabhängige, zentrale „E-Volumenmodell“ könnte ab etwa 2025 im Hauptwerk des VW-Konzerns angesiedelt werden.

VW will in Wolfsburg Expertise zusammenziehen

VW will dabei – ähnlich wie die Töchter Audi, Porsche und Bentley mit ihrem „Tesla-Fighter“ für die Oberklasse in Hannover – Expertise zusammenziehen. Die Planungen gelten auch aus Sicht des Betriebsrats als wichtiges Projekt für die Heimatstandorte.

Der Konzern hatte das Vorhaben schon am Montagabend nach der jüngsten Sondersitzung des Aufsichtsrats angedeutet. Ursprünglich hatte das E-Modell für Wolfsburg erst im kommenden Herbst Thema sein sollen.

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Das Vorziehen gilt als Zugeständnis an die Belegschaftsvertretung, die schon länger mehr Modelle für den Stammsitz fordert. Dieser war noch bei den bisherigen Plänen für einen mittelfristigen Komplettumbau in Richtung E-Mobilität wie in Zwickau, Emden oder Hannover leer ausgegangen.

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Das VW-Werk in Wolfsburg:

  • Fläche: 6.500.000 Quadratmeter
  • Produktion: rund 704.000 Fahrzeuge (2018)
  • Modelle: Volkswagen Golf, Golf Sportsvan, e-Golf, Golf GTE, Golf GTI, Golf R, Tiguan, Touran, SEAT Tarraco
  • Komponenten: Fahrwerk
  • Beschäftigte: rund 63.300 (Dezember 2018)

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Das neue Prestigefahrzeug der Marke Volkswagen soll bereits auf dem Nachfolge-Baukasten des aktuellen Systems MEB basieren und könnte eine Stückzahl von mindestens 300.000 pro Jahr erreichen, hieß es aus Unternehmenskreisen. VW will so den US-Rivalen Tesla mit weiteren Elektromodellen angreifen.

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Elektro-VW soll sehr schnell produziert werden können

Der eigentliche Kracher: Der neue Elektro-VW soll in gerade einmal zehn Stunden Produktionszeit gebaut werden. Das wäre neu für die Autobranche – und wohl auch kürzer als die Produktionszeiten im künftigen Tesla-Werk bei Berlin.

Aktuell sind in der Branche Produktionszeiten von 15 bis 20 Stunden für ein Auto die Regel, berichtet das „Handelsblatt“. Laut VW-Chef Diess kündigte soll das Wolfsburger Werk eine hochautomatisierte Fertigung bekommen soll. Damit sei auch am vergleichsweise teuren Standort der Bau eines solchen anspruchsvollen Autos möglich. (dpa/ck)