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VW drohen Warnstreiks! Metaller warnen: „Werden jetzt mit Härte vorgehen müssen“

Am Montag wollen Tausende Metaller für ihre Zukunft demonstrieren. Auch bei VW ist die Lage angespannt... (Archovbild)
Am Montag wollen Tausende Metaller für ihre Zukunft demonstrieren. Auch bei VW ist die Lage angespannt... (Archovbild)
Foto: picture alliance / dpa | Sebastian Willnow

Wolfsburg. Bei VW und den Gewerkschaftern der IG Metall gibt es immer noch keine Einigung in Sachen Haustarif.

Deswegen kündigte die Gewerkschaft einen Aktionstag an, um mehr Druck aufzubauen. Dabei geht es nicht nur um VW, sondern um die gesamte Metall- und Elektroindustrie sowie um die Eisen- und Stahlindustrie.

VW und IG Metall streiten sich um tarifliche Lohnerhöhungen

Dazu heißt es von der Gewerkschaft: „Metallerinnen und Metaller in den zwölf Geschäftsstellen der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt treffen sich am Montag auf Straßen, Plätzen und vor den Werkstoren, um gemeinsam, entschlossen für ihre Forderungen zu demonstrieren: Einkommen stärken, Beschäftigung sichern und Zukunft gestalten.“

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Für die 120.000 Mitarbeiter, die direkt bei VW oder Tochter-Unternehmen des Konzerns angestellt sind, geht es um eine Menge Geld.

Die Metaller fordern eine Erhöhung des Gehalts um vier Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2021, Verbesserungen bei der 2019 neu eingeführten tariflichen Freistellungszeit sowie die Festschreibung von 1.400 VW-Ausbildungsplätzen pro Jahr für die kommenden zehn Jahre.

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VW-Verhandlungsführer Arne Meiswinkel hatte bekräftigt, dass weiterhin die besonderen Auswirkungen der Corona-Krise berücksichtigt werden müssten. Trage man dem Rechnung, schaffe dies „die Basis für ein Angebot“. Er betonte: „Volkswagen ist an einem tragfähigen, fairen und zukunftsfesten Abschluss interessiert.“ Welches Angebot VW den Mitarbeitern gemacht hat, ist nicht bekannt.

Bisher habe es kein konkretes Angebot gegeben

Allerdings betonen die Gewerkschafter, dass bisher kein konkretes Angebot vorgelegt worden sei. Deswegen drohen jetzt Warnstreiks.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sagt dazu: „Mit dem Aktionstag unterstreichen Metallerinnen und Metaller ihre Forderungen im öffentlichen Raum. Wir brauchen jetzt stärkere Einkommen, sichere Arbeitsplätze und klare Zukunftsperspektiven. (...) Wir werden uns die Boykotthaltung der Arbeitgeber nicht gefallen lassen und werden jetzt mit Härte vorgehen müssen.“

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Das ist VW:

  • ist die Kernmarke der Aktiengesellschaft Volkswagen
  • wurde am 28. Mai 1937 in Berlin gegründet
  • seit April 2018 ist Herbert Diess CEO
  • das erste Auto war der VW Käfer

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Anlass des Aktionstags ist das Ende der Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie, welche am Montag um 24 Uhr eintritt. Da die Verhandlungen zeitgleich zu denen von VW stattfinden, erklären sich die Belegschaften in der jetzt anstehenden Aktionsphase solidarisch.

Das bedeutet: Ab Dienstag, 2. März, sind Warnstreiks zeitgleich für mehrere Tarifbewegungen erlaubt! Ab 17 Uhr geht die IG Metall bundesweit mit einem zweistündigen Liveprogramm auf Sendung. HIER kannst du es verfolgen! (fb)