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VW: Showdown im Dieselskandal verschiebt sich – Winterkorn gewinnt an Zeit

Der ab dem 20. April geplante Beginn des Betrugsprozesses gegen den früheren VW-Konzernchef Martin Winterkorn wird erneut verschoben... (Archivbild)
Der ab dem 20. April geplante Beginn des Betrugsprozesses gegen den früheren VW-Konzernchef Martin Winterkorn wird erneut verschoben... (Archivbild)
Foto: dpa

Braunschweig . Ex-VW-Chef Martin Winterkorn kann sich weiter auskurieren.

Der Betrugsprozess gegen Ex-VW-Chef Winterkorn wurde erneut verschoben. Diesmal hat es aber weniger mit seinem offenbar angeschlagenen Gesundheitszustands zu tun.

VW: Winterkorn-Prozess fünf Monate später

Der ab dem 20. April geplante Beginn des Mammutprozesses gegen den 73-Jährigen wird um gut fünf Monate verschoben. Wie das Landgericht Braunschweig mitteilte, soll die Hauptverhandlung in dem zentralen strafrechtlichen Verfahren zur Aufklärung des Dieselskandals nun erst am 16. September anlaufen.

Als Grund nannte die zuständige Kammer die aktuelle Corona-Lage, die Präsenztermine mit vielen Teilnehmern vor Gericht schwierig macht. Dabei richte man sich auch nach der „Bewertung, die die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder in ihrer jüngsten Videoschaltkonferenz vom 22. März angestellt haben“.

Schon zuvor hatte es eine Vertagung des Prozessbeginns gegeben. Neben Ex-VW-Chef Winterkorn sind vier weitere, teils ehemalige hohe Volkswagen-Mitarbeiter angeklagt.

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Ex-VW-Chef Winterkorn gesundheitlich angeschlagen?

Zuletzt war auch nicht klar, ob Winterkorn überhaupt regelmäßig im Gerichtssaal wird erscheinen können. Er soll nach Angaben aus seinem Umfeld gesundheitlich angeschlagen sein.

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Der Ex-VW-Chef hatte sich zunächst auch auf einen Prozess wegen mutmaßlicher Marktmanipulation einstellen müssen. Dieser wurde kürzlich aber abgesagt. (dpa/ck)