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VW-Chef Diess stellt Tempolimit in Frage – das ist seine Begründung

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

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Die Debatte um ein mögliches Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen beschäftigt Politik, Gesellschaft und Autobauer wie VW.

Tatsächlich würde sich für den Wolfsburger Konzern mit einem Tempolimit aber in der Automobilherstellung nicht allzu viel ändern, erklärte VW-Chef Herbert Diess. Das generelle Tempolimit hält er trotzdem für fragwürdig.

VW: So steht der Konzern zum Tempolimit

Sprachen sich Autohersteller wie VW in der Vergangenheit deutlich gegen ein Tempolimit aus, stellt man sich inzwischen auf die Durchsetzung der Maßnahme ein.

„Wenn man die aktuelle politische Debatte verfolgt, ist ein Tempolimit nicht unwahrscheinlich“, erklärte etwa Ralf Brandstätter, Marken-Chef von VW, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

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Das ist VW-Chef Herbert Diess:

  • am 24.10.1958 in München geboren
  • arbeitete zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität München und promovierte auf dem Gebiet der Montageautomatisierung
  • ab 1990 war er Leiter Planung und Instandhaltung des Robert Bosch Werks Treto in Spanien
  • 1996 wechselte er zur BMW AG nach München und übernahm dort wieder eine Leitungsposition
  • 2007 wurde er in den Vorstand der BMW AG berufen
  • 2012 wurde er Entwicklungsvorstand der BMW AG
  • 1. Juli 2015: Aufsichtsrat der Volkswagen AG bestellte Diess zum Mitglied des Konzernvorstands
  • seit 13. April 2018 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft

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Dennoch hält Brandstätter das Tempolimit für überflüssig, weil die meisten Strecken in Deutschland bereits Geschwindigkeitsbegrenzungen hätten – „und weil sich das Thema mit der Elektromobilität ohnehin von selbst erledigen werde“.

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VW-Chef Herbert Diess: „Frage mich, ob wir überhaupt ein Tempolimit brauchen“

Konzernchef Herbert Diess teilt diese Ansicht in Hinblick auf die zunehmende E-Mobilität. So werde in der elektrischen Welt ohnehin langsamer gefahren, weil die Fahrzeuge bei höheren Geschwindigkeiten schneller an Reichweite verlieren würden, so der 62-Jährige. „Bei 160 ist der Reichweitenverlust schon beachtlich, Tempo 200 fährt man nur für kurze Zeit. Auch deshalb frage ich mich, ob wir überhaupt ein Tempolimit brauchen“, führte Diess im „Handelsblatt“ aus.

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Doch selbst im Fall eines Tempolimits würde sich in der Produktion der VW-Fahrzeuge nicht viel ändern. „Wir verkaufen unsere Autos auf der ganzen Welt, auch in den Ländern mit Tempolimit. Insofern bedarf es keiner besonderen Vorbereitung“, so der VW-Boss. (kv)