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VW: Droht ein Vorstandsbeben? Diese Idee stößt auf heftige Kritik: „Dann hat Volkswagen nichts gelernt“

VW mit E-Auto-Offensive - das ist der Plan des Autobauers

VW mit E-Auto-Offensive - das ist der Plan des Autobauers

Der deutsche Automobilriese Volkswagen setzt immer mehr auf E-Mobilität und treibt seine Pläne für Elektroautos weiter voran. Aktuell baut VW zirka 400.000 E-Autos pro Jahr. Der Autobauer will die Anzahl produzierter vollelektrischer Autos bis 2025 auf 2,7 Millionen pro Jahr erhöhen.

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Wolfsburg. Die VW-Bosse müssen heftige Kritik einstecken.

Hintergrund sind die neuesten angeblichen Gedankenspiele der VW-Chefetage um Hiltrud Werner.

VW: Muss Hiltrud Werner gehen?

Medienberichten zufolge will Volkswagen den Vertrag seiner einzigen Frau im Vorstand nicht verlängern. Demnach soll VW sogar erwägen, den Posten für Integrität und Recht komplett zu streichen.

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VW-Mitarbeiter sollen fassungslos sein

Von den VW-Bossen war dazu noch nichts zu hören. Laut „Süddeutscher Zeitung“ ist bei manchen Mitarbeitern aber von „Fassungslosigkeit“ und „kulturellem Rückfall“ die Rede.

Dem Bericht zufolge soll vor allem VW-Chef Herbert Diess Probleme mit seiner Kollegin haben. Werner war es, die Diess geraten hatte, das Marktmanipulations-Verfahren gegen ihn mit einer Geldauflage ad acta zu legen. Diess hätte gern seine völlige Unschuld bewiesen – und sieht jetzt seinen Ruf beschädigt.

VW: Nicht verstanden worum es bei Compliance geht?

Ein anderer Grund für den möglichen Wegfall der Stelle könnten die seit fünf Jahren ausgearbeiteten Compliance-Regeln und damit einhergehenden Schulungen sein.

Compliance-Experte Marco Mansdörfer fällt ein klares Urteil: „Wenn die Motivation zum Streichen des Postens lautet: Wir haben uns gewandelt und sind fertig und nun kommt es auf Agilität an und da stört Bürokratie, dann hat Volkswagen nichts gelernt, dann hat man es im Kern nicht verstanden, worum es bei Compliance geht“, sagt er mit Blick auf VW. In fünf Jahren könne sich kein Konzern wandeln.

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VW: Übernehmen Kilian oder Diess das Zepter?

Gerüchten zufolge könnte das Ressort auch bestehen bleiben – unter der Leitung von VW-Personalvorstand Gunnar Kilian oder sogar von Diess selbst. Das bringt Mansdörfer auf die Palme: Ein Compliance-Posten brauche eine unabhängige Person, die kritisch und mit Widerspruchsgeist agiere, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Kilian oder Diess? „Wenn VW das macht, ist das ein Kardinalfehler.“

Auch mit Blick auf die Männerriege im Vorstand bekommt VW sein Fett weg. Und zwar von Wiebke Ankersen. Sie ist die Chefin Allbright Stiftung, die sich für Frauen in Führungspositionen starkmacht. Unnötig auf eine erfolgreiche Vorständin zu verzichten, wenn die Konsequenz ein siebenköpfiger reiner Männervorstand ist – das könne sich heutzutage kein Dax-Konzern mehr leisten.

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Der aktuelle VW-Vorstand:

  • Herbert Diess (Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG)
  • Murat Aksel (Geschäftsbereich Einkauf)
  • Oliver Blume (Markengruppe Sport & Luxury)
  • Markus Duesmann (Markengruppe Premium)
  • Gunnar Kilian (Geschäftsbereiche Personal und Truck & Bus)
  • Thomas Schmall-von Westerholt (Geschäftsbereich Technik)
  • Hiltrud Dorothea Werner (Geschäftsbereich Integrität und Recht)
  • Arno Antlitz (Geschäftsbereich Finanzen und IT)

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„Bei der Diversität in der Führung hinkt Volkswagen ohnehin schon deutlich hinterher“, sagt Ankersen. Und nach dem potentiellen Abgang von Werner und ihrer Vorgängerin Christine Hohmann-Dennhardt könne es schwierig werden, eine andere Top-Managerin für die VW-Chefetage zu begeistern... (red)