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VW: Überzogene Gehälter? Personalmanager dementiert – „In meinen Augen absurd“

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

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Untreue bei VW? Es wird ernst für drei ehemalige und einen noch amtierenden Personalmanager des Auto-Konzerns. Die Herrschaften wurden am Dienstag vor das Landgericht Braunschweig geladen. Sie sollen mehrere Jahre lang überzogene Betriebsratsgehälter abgesegnet haben.

Die höchsten Vorstände von VW müssen nun ihre Gehälter offenlegen.

VW: Untreue-Prozess gegen Personalmanager startet

Der Vorwurf lautet: Mutmaßliche Untreue zulasten von VW. Weil dem Konzern durch die hohen Gehälter weniger Gewinn blieb und auch Steuerzahlungen geringer ausfielen, soll ein Schaden von satten fünf Millionen Euro entstanden sein. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Jahre zwischen 2011 und 2016.

Dabei geht es unter anderem auch das Gehalt vom ehemaligen VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, der in bonusstarken Jahren bis zu 750.000 Euro verdient haben soll.

Das ist vergleichbar mit dem Gehalt eines VW-Bereichsleiters. Juristisch sei es allerdings umstritten, wie viel leitende Betriebsräte verdienen dürfen so eine Staatsanwältin.

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Das ist Bernd Osterloh:

  • geboren am 12. September 1956 in Braunschweig
  • machte 1973 seinen Abschluss zum Industriekaufmann
  • startete 1977 bei Volkswagen Wolfsburg
  • war seit 2005 Betriebsrats-Boss von VW
  • im Mai 2021 wechselte er zu VW-Nutzfahrzeug-Holding Traton

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Für die Richter gilt es somit zu klären, ob tatsächlich unrechtmäßig hohe Vergütungen kassiert wurden und die Personalmanager von VW dies womöglich sogar beabsichtigt haben.

VW: Personalmanager weisen Vorwürfe zurück

Nach dem ersten Prozess-Tag am Dienstag konnte noch kein klares Urteil gefällt werden.

Die Angeklagten wiesen die Vorwürfe allerdings zurück und rechtfertigten ihre Entscheidungen über die Gehaltsbestimmungen der VW-Betriebsräte.

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Einer der Angeklagten, der auch nach wie vor in einer hohen Position bei VW tätig ist, argumentierte beispielsweise, dass er bei der Abschätzung des Gehalts für Osterloh im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes gehandelt habe. Es sei demnach keine Option gewesen, den VW-Betriebsratschef auf Basis seiner alten Anfangsqualifikationen vor der Betriebsratskarriere zu bezahlen.

„Das ist in meinen Augen absurd“, zitiert die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung" den Personalmanager.

Der Untreue-Prozess wird am Mittwoch, um 9.30 Uhr fortgesetzt. Der Ex-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh selbst, soll am 20. September am Braunschweiger Landgericht geladen werden. (mkx)