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VW-Mitarbeiter wegen neuem Werk verunsichert – so soll wieder Ruhe reinkommen

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

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Wolfsburg. VW hat diese Woche eine Bombe platzen lassen. In der Nähe des Stammwerks in Wolfsburg soll ein ganz neues Werk entstehen. Wo genau, das ist noch unklar. Doch das verunsichert die Mitarbeiter im Wolfsburger Stammwerk. Jetzt soll genau dort aber wieder Ruhe einkehren.

Wird durch das neue VW-Werk ein anderes geschlossen? Wer wird dort arbeiten? Wo wird es sein? Das sind wohl nur drei der Fragen, die die Mitarbeiter aktuell beschäftigen. >> Mehr zu den Plänen von VW liest du HIER!

VW will in zehn Jahren Werk umbauen

Um die Verunsicherung zu nehmen, haben sich Betriebsratchefin Daniela Cavallo sowie Produktionsvorstand Christian Vollmer und Werkleiter Rainer Fessel einem internen Interview gestellt. Dieses Interview liegt news38.de vor.

„Damit Wolfsburg auch künftig im Wettbewerb bestehen kann, benötigen wir einen ganz neuen Plan, eine hochmoderne neue Fabrikeinheit. Der Standort braucht eine tiefgreifende Veränderung“, sagt Werkleiter Fessel.

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Was bedeutet das dann für das Stammwerk in Wolfsburg? Cavallo sagt, das Projekt „Trinity“ sei ein wichtiger Baustein. Und Vollmer: „Mir persönlich liegt viel an unserem Standort Wolfsburg, unserem Ursprung. Daher müssen wir das Werk jetzt ganz neu denken, über die nächsten zehn Jahre hinaus, mit neuen Maßstäben eine echte Perspektive.“

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VW-Werke in Deutschland:

  • Braunschweig
  • Chemnitz
  • Dresden
  • Emden
  • Hannover
  • Kassel
  • Osnabrück
  • Salzgitter
  • Wolfsburg
  • Zwickau

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Die Auslagerung der Fabrik-Einheit außerhalb der bestehenden Werksgrenzen solle VW die Möglichkeit geben, den Standort Wolfsburg schrittweise umzubauen und zu modernisieren. Ein detaillierter Plan sei in Arbeit.

Fessel stellt klar: „Das neue Werk und das Stammwerk gehören zusammen. Die neue Trinity-Fabrik wird zwar vor den Toren des Stammwerkes gebaut, sie wird jedoch integraler Bestandteil des Gesamtwerkes sein.“

Sobald die neue Fabrik fertiggestellt sei, solle der Umbau der Produktion in Wolfsburg starten. „Perspektivisch wollen wir auch hier eine neue SSP-Linie aufbauen. Dabei werden wir die Produktionslinien für Verbrenner von vier auf zwei verdichten.“

VW-Betriebsratschefin Cavallo: „Keiner wird abgehängt, wir nehmen alle mit“

Grund: Die Nachfrage nach Verbrennern von VW wird abnehmen, die nach E-Autos dafür zunehmen. Am Stammwerk soll unter anderem Fertigungsfluss optimiert werden. „Die Gewerke - Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage, müssen logisch hintereinander produzieren. Das wollen wir im Werk in allen Bereichen langfristig umsetzen“, so Fessel.

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Cavallo betont in diesem Zuge, dass im Stammwerk Wolfsburg und in dem neuen „Trinity“-Werk der Haustarif gelte. „Und zusammen mit dem Betriebsrat werden wir in beiden Fabriken für ‚gute Arbeit‘ sorgen. Alle gemeinsam tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. Keiner wird abgehängt, wir nehmen alle mit.“

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Die VW-Betriebsratschefin stellt klar, dass das neue Werk kein „Hebel“ sei, „um die Stammbelegschaft ausdünnen“. (ldi)