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VW-Hammer! Neues Werk nahe Wolfsburg geplant – so geht es mit dem Stammwerk weiter

VW plant ein neues Werk nahe dem Stammwerk in Wolfsburg.
VW plant ein neues Werk nahe dem Stammwerk in Wolfsburg.
Foto: dpa

Wolfsburg. Hammer-Nachricht für den Standort Wolfsburg von VW!

Denn der VW-Konzern will in der Nähe des Stammwerkes in Wolfsburg ein weiteres Werk bauen. Darin soll dann das neue Elektromodell „Trinity“ gebaut werden. Das Auto soll 2026 auf den Markt kommen.

VW will anscheinend neues Werk nahe Wolfsburg errichten

VW steht unter Druck. Das ist in den vergangenen Wochen mehr als deutlich geworden. Interne Machtkämpfe zwischen Konzernspitze und Betriebsrat, Halbleitermangel und dann auch noch der Druck von Konkurrent Tesla. Immer wieder hat VW-Chef Herbert Diess betont, dass Wolfsburg zukunftsfähig gemacht werden muss. Gehört zu diesem Plan etwa auch eine neue Autofabrik nahe Wolfsburg?

Das am Dienstagabend angekündigte Vorhaben gilt als einer der entscheidenden Punkte in der Investitionsstrategie für die kommenden fünf Jahre. Der Aufsichtsrat muss der neuen Produktionsstätte noch zustimmen. Die endgültige Entscheidung fällt möglicherweise bis zum 9. Dezember - an diesem Tag soll die mittelfristige VW-Investitionsplanung abgeschlossen werden.

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Kernmarkenchef Ralf Brandstätter sagte gegenüber den „RND“, auf dem Wolfsburger Werksgelände gebe es keine großen ungenutzten Flächen.

„Die nötigen Umbaumaßnahmen könnten wir in der vorhandenen Struktur bei laufendem Betrieb nur mit kostenintensiven Maßnahmen realisieren. Deshalb halten wir eine neue Fabrik im Umland für die beste, weil wirtschaftlichste Lösung“, erläuterte der VW-Manager.

Im Stammwerk in Wolfsburg würden weiter Autos gebaut. „In den nächsten Jahren werden das vor allem Golf und Tiguan sein“, sagte Brandstätter. Auf zwei Linien würden weiterhin Verbrenner gefertigt. Auf den frei gewordenen Flächen wolle man eine weitere „Trinity“-Variante produzieren.

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Das VW-Werk in Wolfsburg:

  • Fläche: 6.500.000 Quadratmeter
  • Produktion: rund 1,2 Millionen Fahrzeuge (2020)
  • Modelle: Volkswagen Golf, Golf Sportsvan, e-Golf, Golf GTE, Golf GTI, Golf R, Tiguan, Touran, SEAT Tarraco
  • Komponenten: Fahrwerk
  • Beschäftigte: rund 60.500 (Dezember 2020)

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Der Betriebsrat hatte zuletzt kritisiert, dass Konzernchef Herbert Diess keine hinreichende Strategie für eine stärkere Auslastung Wolfsburgs habe - zumal in der anhaltenden Chip-Lieferkrise, die Zehntausende Menschen teils über Monate in Kurzarbeit hält. Zudem forderte die Belegschaftsvertretung mindestens ein weiteres E-Modell für die Zentrale ab etwa 2024. Diese Frage sei noch nicht entschieden, sagte Brandstätter dem RND. „Darüber reden wir gerade, aber klar ist: es muss wirtschaftlich Sinn ergeben.“

Zum neuen Trinity-Werk hatte VW mitgeteilt: „Entstehen soll die neue Fabrik auf der grünen Wiese außerhalb des Werkzauns.“ In Frage kämen „dafür verschiedene Standorte im nahen Umland von Wolfsburg.“ Die Errichtung der Produktionsstätte könnte nach Schätzungen aus Konzernkreisen mindestens einige hundert Millionen Euro kosten.

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Neues Modell soll Vorreiter für mehr als 40 Millionen Wagen werden

Bei „Trinity“ handelt es sich um ein komplett neu konzipiertes Fahrzeugsystem, in dem dann die modernsten E-Antriebe sowie weitgehend selbst programmierte Software, eigene Vernetzung und Technologien des autonomen Fahrens von VW zum Einsatz kommen sollen. Dazu verwendet die Hauptmarke eine weiterentwickelte Plattform namens SSP, auf die auch Töchter zugreifen können.

Auf dieser technischen Basis sollen insgesamt mehr als 40 Millionen Wagen entstehen. Das größte deutsche Unternehmen will damit vor allem den US-Rivalen Tesla angreifen, der schon jetzt kurz vor dem Start seiner neuen „Gigafabrik“ in Grünheide bei Berlin steht. (fb/abr/dpa)