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VW: Bibbern nach Mini-Bonus – wird das Mitarbeiter-Konto doch noch dicker? „Null ist keine Option“

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

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Wolfsburg. Der VW-Betriebsrat lässt offenbar nichts unversucht, doch noch etwas mehr Geld für die Belegschaft durchzuboxen.

Laut VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo laufen die Verhandlungen über eine Corona-Prämie im kommenden Mai auf Hochtouren.

VW: Bisher „nur“ 1.700 Euro Mindestbonus für die Mitarbeiter

„Ich kann hier nicht das Blaue vom Himmel versprechen, alle kennen die aktuelle Lage. Aber eine Null im Mai ist für uns keine Option“, sagte Cavallo laut „Braunschweiger Zeitung“ in einem Gespräch, das im VW-Intranet veröffentlicht wurde.

Bisher hatten die VW-Mitarbeiter im November „nur“ einen Bonus von 1.700 Euro bekommen. Also den Mindestbetrag. Mehr sei wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage nicht drin, hatte Cavallo gesagt.

Sie sagte in einem Interview in der VW-Mitarbeiterzeitschrift „Mitbestimmen“, dass die diese Summe womöglich rein rechnerisch gar nicht drin gewesen wäre – „was zeigt, wie wichtig der Mindestbetrag ist“.

+++ VW fragt Mitarbeiter nach ihrer Stimmung – das Ergebnis ist eindeutig +++

„Natürlich sind wir das anders gewohnt, aber wir müssen leider auch offen und ehrlich feststellen: Das ist gerade in diesen Zeiten besser als nichts“, so Cavallo.

Gleichzeitig wolle sich der Betriebsrat wieder für einen Corona-Bonus in Höhe von 500 Euro einsetzen. Und das tut er jetzt offenbar. Bekommen die VW-Mitarbeiter also im Mai 500 Euro obendrauf? Gut möglich. Dafür mache man sich weiterhin stark, hieß es.

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VW-Tarifbonus von 2012 bis heute:

  • 2021: 2.700 Euro
  • 2020: 4.950 Euro
  • 2019: 4.750 Euro
  • 2018: 4.100 Euro
  • 2017: 2.905 Euro
  • 2016: 3.950 Euro
  • 2015: 5.900 Euro
  • 2014: 6.200 Euro
  • 2013: 7.200 Euro
  • 2012: 7.500 Euro

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VW-Betriebsrat: „Befinden uns in einer schweren Krise“

Aber es gehe es auch um mehr als den Bonus. „Wir befinden uns in einer schweren Krise und das A und O ist jetzt die Beschäftigungssicherung, die wir bis 2029 haben. Zu dem Zeitpunkt, als wir sie abgeschlossen haben, hat ja niemand geahnt, wie wichtig sie werden würde. Viele haben es damals für selbstverständlich gehalten. Jetzt sehen wir, dass das nicht der Fall ist.“

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Es sei die einzige Grundlage dafür, dass VW mit der Belegschaft nicht über betriebsbedingte Kündigungen spricht, wie es in anderen Unternehmen längst der Fall sei. „Das ist hart, aber leider Tatsache.“ (ck)