Wolfsburg 

Wolfsburg: Geisterfahrerin unterwegs! Polizisten wollen grad losfahren – dann hören sie einen lauten Knall

In Wolfsburg hat es am Donnerstagabend gekracht – Schuld war offenbar eine Geisterfahrerin.
In Wolfsburg hat es am Donnerstagabend gekracht – Schuld war offenbar eine Geisterfahrerin.
Foto: Polizei Wolfsburg

Wolfsburg. Heftiger Crash mitten in Wolfsburg! Und das fast vor den Augen der Polizei.

Die gute Nachricht: Die beteiligten Autofahrerinnen haben sich dabei „nur“ leicht verletzt, hatten großes Glück im Unglück. Die schlechte Nachricht: Ihre Fahrzeuge sind jeweils schrottreif, so die Polizei Wolfsburg.

Wolfsburg: Anrufer meldet Geisterfahrerin – dann knallt es!

Demnach ging am Donnerstag gegen 21 Uhr ein Notruf auf der Wache in Wolfsburg ein. Ein Zeuge sagte, dass er ein Auto gesehen habe, das soeben soeben aus der Grauhorststraße auf die Heinrich-Nordhoff-Straße in Richtung Berliner Brücke eingebogen sei. Das Problem: Das Auto fahre auf der falschen Seite!

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Polizisten setzten sich sofort in einen Streifenwagen. Aber noch bevor sich vom Hof an der Heßlinger Straße fahren konnten, hörten sie einen lauten Knall. Tatsächlich war das Geister-Auto mit einem anderen Fahrzeug zusammengekracht – frontal.

An der Unfallstelle stellte sich heraus, dass eine 38-Jährige aus Oebisfelde mit ihrem Renault Clio aus Versehen auf der falschen Seite der Heinrich-Nordhoff-Straße unterwegs war – sie bemerkte das nicht, weil ihr zunächst kein Auto entgegen kam.

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Die Stadt Wolfsburg:

  • Wolfsburg ist eine vergleichsweise junge Stadt: 1938 wurde sie als Sitz von VW gegründet
  • Ursprünglich diente sie als Wohnort für die Volkswagen-Mitarbeiter
  • Bis Mai 1945 trug die Stadt den Namen „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“
  • Mit rund 125.000 Einwohnern ist Wolfsburg heute die fünftgrößte Stadt in Niedersachsen
  • Im Jahr 2010 war das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf das höchste aller deutschen Städte

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Kurz nach dem Tunnel aber kam ihr dann ein VW Golf Sportsvan entgegen, an dessen Steuer eine 62-Jährige saß. Die Wolfsburgerin konnte der Geisterfahrerin nicht mehr ausweichen – und umgekehrt. Der Zusammenstoß war so heftig, dass die Airbags beider Fahrzeuge auslösten und der Renault mit dem Heck in den Metallzaun geschleudert wurde, der beide Fahrspuren der Heßlinger Straße voneinander trennt.

Rettungsteams kümmerten sich um die Autofahrerinnen. Im Klinikum stellte sich dann zum Glück heraus, dass beide nur leicht verletzt wurden. Daher konnten sie sogar wieder nach Hause.

Wolfsburg: Frau hatte vor Fahrt Medikamente genommen

Die mutmaßliche Unfallverursacherin sagte, dass sie aus medizinischen Gründen Medikamente genommen habe. Daher musste sie sowohl eine Blutprobe als auch ihren Führerschein abgeben. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die 38-Jährige, wegen Gefährdung des Straßenverkehrs – infolge Medikamentenbeeinflussung und fahrlässige Körperverletzung.

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Beide Unfall-Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, die Polizei Wolfsburg beziffert den Schaden auf rund 30.000 Euro. Die Unfallstelle war gut eine Stunde lang dicht. (ck)