Wolfsburg 

VW: Rassismus im Werk? Es gibt neue Entwicklungen

Bei VW in Zwickau kursieren Rassismus-Vorwürfe. Jetzt gibt es neue Entwicklungen. (Symbolbild)
Bei VW in Zwickau kursieren Rassismus-Vorwürfe. Jetzt gibt es neue Entwicklungen. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Matthias Rietschel

Zwickau. Offenbar wackelt das Rassismus-Verfahren gegen VW.

Eigentlich sollte am Montag am Arbeitsgericht Zwickau ein Gütetermin über die Bühne gehen – ging er aber nicht, sagt die dpa. Hintergrund sind die Rassismus-Vorwürfe gegen VW in seiner Elektroauto-Fabrik in Zwickau.

Rassismus bei VW? Gütetermin ruht vorerst

Dass sich beide Seiten nicht wie geplant getroffen haben, liegt demnach auch an einer laufenden Bewerbung, über das der Betroffene wie von ihm angestrebt an einen VW-Standort nach Niedersachsen wechseln könnte.

Ein Mitarbeiter, der aus Ägypten stammt und laut seinem Anwalt seit vielen Jahren in Deutschland lebt, hat Klage auf Schmerzensgeld erhoben, weil er von Kollegen rassistisch gemobbt worden sein soll. So hätten Kollegen unter anderem in seiner Gegenwart Affenlaute von sich gegeben und ihn einer Kollegin gegenüber mit dem sogenannten N-Wort tituliert. Mit dem Begriff „N-Wort“ wird heute eine früher gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben. Die Vorwürfe waren vor rund einem Jahr in der „Leipziger Volkszeitung“ öffentlich geworden. >> Rassismus-Vorwürfe aus dem Werk – Mitarbeiter will nur noch weg

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VW-Werke in Deutschland:

  • Braunschweig
  • Chemnitz
  • Dresden
  • Emden
  • Hannover
  • Kassel
  • Osnabrück
  • Salzgitter
  • Wolfsburg
  • Zwickau

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Aktuell sei sein Mandant krankgeschrieben, sagte Rechtsanwalt Dogukan Isik. VW habe ihm eine Abfindung von knapp 44 000 Euro bei Beendigung des Jobs angeboten. Er wolle aber weiter arbeiten, nur an einem Standort in Westdeutschland. Eine normale Versetzung ist laut VW blockiert, weil die Standorte Zwickau, Chemnitz und Dresden zur Volkswagen Sachsen GmbH gehören und nicht zur Volkswagen AG.

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Kein Platz für Rassismus bei VW

VW selbst hatte betont, Rassismus habe keinen Platz im Unternehmen und jedem Hinweis werde nachgegangen. Allerdings habe der Betroffene keine Namen genannt.

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Das Werk Zwickau ist im VW-Konzern Vorzeigefabrik für Elektroautos. Dort werden inzwischen auch Modelle für Audi und die Seat-Tochter Cupra gefertigt. Volkswagen hat das Werk mit rund 9.000 Beschäftigten dazu für rund 1,2 Milliarden Euro umgebaut. Von „Europas größter Elektrofahrzeugfabrik“ ist die Rede. (dpa/ck)

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