Wolfsburg 

Wolfsburg: Mann stellt gewaltige Halle für Ukraine-Hilfe zur Verfügung – „Jeder muss jetzt Solidarität zeigen“

Eine 1.200 Quadratmeter große Industriehalle wird umfunktioniert. Ab dieser Woche wird von hier aus den Kriegsopfern in der Ukraine geholfen.
Eine 1.200 Quadratmeter große Industriehalle wird umfunktioniert. Ab dieser Woche wird von hier aus den Kriegsopfern in der Ukraine geholfen.
Foto: Teja Schönberger / Schönberger Global Invest

Wolfsburg. Je grausamer die Lage in der Ukraine wird, desto mehr Menschen zeigen Solidarität gegenüber den Kriegsopfern. Auch Immobilienkaufmann Teja Schönberger aus Wolfsburg gehört zu den ehrenamtlichen Helfern.

Er greift tief in das Portemonnaie und ermöglicht so ein echtes Herzensprojekt. Mitten in Wolfsburg entsteht eine neue Annahmestelle für Sachspenden.

Wolfsburg: Spendensammeln auf ganzen 1.200 Quadratmetern

Erst seit kurzem besitzt der Immobilienkaufmann Teja Schöneberger eine moderne Industriehalle in Wolfsburg. „Sie war vorher eine Produktionshalle von einem VW-Zulieferer und sollte eigentlich vermietet werden“, erzählt er im Gespräch mit News38. Es gab auch schon einige Interessenten, die konkrete Zusage sollte bald erfolgen. Allerdings änderten sich die Pläne für die Halle mit dem russischen Angriff auf die Ukraine.

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Die Stadt Wolfsburg:

  • Wolfsburg ist eine vergleichsweise junge Stadt: 1938 wurde sie als Sitz von VW gegründet
  • Ursprünglich diente sie als Wohnort für die Volkswagen-Mitarbeiter
  • Bis Mai 1945 trug die Stadt den Namen „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“
  • Mit rund 125.000 Einwohnern ist Wolfsburg heute die fünftgrößte Stadt in Niedersachsen
  • Im Jahr 2010 war das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf das höchste aller deutschen Städte

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Die Nachricht des Krieges erschütterte Schöneberger. Ihm war schnell klar, dass er eine große Möglichkeit zum Helfen besitze. „Jeder muss jetzt Solidarität zeigen“, ist sich der Wolfsburger sicher. Daher stellt er seine moderne Halle zur Verfügung! „Sie ist noch nicht unfassbar alt, 1.200 Quadratmeter groß und besitzt eine Büroanlage. So verfügt sie über Damen- und Herren-WCs sowie eine Küche.“

Über Facebook bietet Schöneberger seine beheizte Halle kostenlos an. Sein erster Gedanke war eine Aufnahmestelle für ukrainische Flüchtlinge. Allerdings besitzt das Gebäude keine Duschen, weswegen die Stadt Wolfsburg ihm einen anderen Vorschlag machte: Eine Annahmestelle für Sachspenden. Helfer des Deutschen Roten Kreuz (DRK) unterstützen den großzügigen Immobilienmakler.

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„Das erscheint mir am Sinnvollsten, da zurzeit keine Lieferungen in die Kriegsgebiete gebracht werden können“, so Schöneberger. „Hier können sie abgegeben, sortiert und trocken gelagert werden. Sobald die Lage sicher für Helfer ist, werden sie sofort in die Ukraine gebracht.“

Ab Dienstag sammelt Wolfsburg Spenden für die Ukraine

Monatlich kostet die Halle Schöneberger knapp 10.000 Euro. Auf die Frage, wie lange er das Projekt unentgeltlich unterstützt, muss er schmunzeln. „So lange es eben dauert. Ich habe das Angebot gemacht und werde guten Gewissens mit den Konsequenzen leben.“

Über 1.200 Mal wurde sein Facebook-Aufruf geteilt – und erntet nur positives Feedback! Dem Immobilienkaufmann sei noch nicht mal ein böser Smiley aufgefallen. „Die Leute scheinen den Ernst der Lage begriffen zu haben und möchten alle helfen“, vermutet Schöneberger.

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Ab Mittwoch kannst du deine Spenden direkt in der Industriehalle. Sie befindet sich in der Borsingstrasse 7 in 38446 Wolfsburg und ist Wochentags zwischen 9 Uhr und 18 Uhr geöffnet. Aber auch am Wochenenden nehmen die Helfer des DRKs Wolfsburg deine Sachen zwischen 10 Uhr und 16 Uhr entgegen. (mbe)

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