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„Lost Place“ in Wolfsburg: Für diesen Ort gab es große Pläne – doch er verkommt immer mehr

Eigentlich sollte hier ein Urlaubsort entstehen. Heute ist das Gelände verlassen. Gebäude vegetieren vor sich hin. Was passiert mit dem „Lost Place“?

© Michael Spautz

Wolfsburg – das ist die VW-Stadt

Die ganze Welt kennt Wolfsburg - dank VW. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wolfsburg im Jahr 1302. Gegründet wurde die Stadt 1938 als Sitz des Volkswagen-Werks.

Wo einst Leute ihren Urlaub verbrachten, macht sich jetzt die Natur breit. Ein heutiger „Lost Place“ in Wolfsburg war für ein großes Projekt bestimmt.

Was jetzt aus dem verlassenen Ort geworden ist, macht sprachlos. Alle Infos zu dem Wolfsburger „Lost Place“ inklusive Statement der Stadt, gibt es hier.

Wolfsburg: Schon seit über zehn Jahren verlassen

Eigentlich sollte ein Rückzugs- und Erholungsort sein. Der Romantik-Park Landleben ist nun sich selbst überlassen. 2007 wurde das Gelände erstmals als Gehrmanns Landleben eröffnet, was nicht lange währen sollte. Nach nur einem Jahr wurde das Projekt wieder eingestampft, nur um dann ein weiteres Jahr später, 2009, wieder unter der Leitung einer Wolfsburger Modelagentur erneut eröffnet zu werden. 2012 war dann endgültig Schluss: Als das Wolfsburger Unternehmen in die Insolvenz ging, musste auch der Park schließen.

Seit dem gab es Pläne, die allerdings nicht umgesetzt wurden. Wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, gab es bereits einen Investor für das Gelände. Thomas Funke aus Braunschweig hatte ein Hotel auf dem rund 13 Hektar großen Grundstück geplant. Dabei wolle er die alten Fachwerkhäuser erhalten. Ein „Karls Erlebnisdorf“ des Unternehmens Karls Markt GmbH war zeitweise ebenfalls geplant. Beides kam nicht zustande.

Weiterhin keine Änderung in Sicht

Die Stadt Wolfsburg äußert sich zurückhaltend: „Im Allgemeinen wirkt sich das Marktgeschehen weiterhin nicht begünstigend auf freizeitwirtschaftliche Projektentwicklungen aus“. Viele Faktoren störten in der Vergangenheit die Vorhaben um das Gelände. Allen voran die Pandemie, aber auch andere Projekte. Das Trinity-Werk von VW beispielsweise. Trotzdem brauche man als Investor konkrete Aussagen, sagte Thomas Funke der WAZ.


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Karls hat sich bereits anderswo in Niedersachsen umgeschaut. Im November 2022 kaufte das Unternehmen ein vier Hektar großes Grundstück in Cuxhaven. Die Zukunft des „Lost Place“ in Wolfsburg ist weiterhin ungewiss.